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Android-Fragmentierung steigt weiter an

Samsungs Dominanz im Android-Markt schrumpft zwar langsam, dennoch bleibt das Unternehmen mit mehr als einem Drittel der mit Abstand größte Hersteller. Den Rest teilen über 1000 andere Firmen unter sich auf.

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Android-Fragmentierung steigt weiter an

(Bild: OpenSignal)

Der Mobilfunkdienstleister OpenSignal hat eine frische Statistik zur Fragmentierung von Android geliefert, die die Zersplitterung mit eindrucksvollen Zahlen unterlegt: Es gibt mittlerweile über 24.000 Android-Geräte von rund 1.300 Herstellern. Vor einem Jahr hat OpenSignal noch nur knapp 19.000 verschiedene Smartphones und Tablets erfasst; 2013 waren es sogar erst 12.000 Geräte.

Samsung ist mit Abstand Marktführer bei Android-Geräten.

(Bild: OpenSignal)

Die Daten stammen von einer App, die Nutzer freiwillig installieren. Sie sammelt hauptsächlich Daten zur Mobilfunkqualität, im Gegenzug bekommt man Karten zur Mobilfunkabdeckung. Für die Android-Statistik hat OpenSignal die Daten der letzten 682.000 App-Downloads ausgewertet. Die Zahlen sind deshalb zwar nicht repäsentativ, erlauben aber dennoch Rückschlüsse: Wenn die OpenSignal-App schon auf über 24.000 verschiedenen Geräten läuft, kann es insgesamt nur noch mehr geben. Zudem decken sich die Daten mit anderen Untersuchungen. Auch die Marktforscher von Gartner sehen Samsung mit deutlichem Abstand auf Platz 1 – und ebenfalls mit merklich sinkendem Marktanteil.

Auf drei Viertel aller Android-Gerät läuft die Betriebssystemversion 4.x.

(Bild: OpenSignal)

Die Fragmetierung des Android-Markts betrifft auch die installierten Betriebssystem-Versionen. Laut OpenSignal hat diese zwar leicht abgenommen, doch es laufen immer noch mehr Geräte unter Android 2.3 (4,6 Prozent) als unter dem aktuellen Android 5.1 (2,6 Prozent). Auf 77 Prozent läuft Android 4.x, wobei Android 4.4 mit allein 39,3 Prozent klar überwiegt.

OpenSignals Zahlen untermauern die Brisanz einer Sicherheitslücke wie Stagefright, die etliche Betriebssystemversionen betrifft: Updates auf neuere Versionen werden die meisten Geräte nie bekommen, weil die Hersteller sich auf neue Geräte fokussieren. Doch auch für Entwickler wird die Fragmentierung zu einem zunehmend komplexeren Problem: Außer den je nach Android-Version unterschiedlichen APIs gibt es auch noch unzählige Bildschirmauflösungen und zig verschiedene Prozessoren, die es zu unterstützen gilt. (mue)

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