Menü

Android: Google Now Launcher vor dem Aus

Wer sein Android-Gerät optisch möglichst unverbastelt bevorzugt, installiert einfach den Google Now Launcher. Den will Google jedoch im ersten Quartal einstampfen; stattdessen sollen Hersteller den Assistenten Google Now in ihre Oberflächen integrieren.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 84 Beiträge
Android: Google Now Launcher vor dem Aus

Reduzierte Optik auf dem Rückzug: Der Google-Now-Launcher wird eingestellt, die Hersteller sollen verstärkt auf eine eigene Oberfläche setzen.

(Bild: Google)

Anzeige
Google Pixel 32GB schwarz
Google Pixel 32GB schwarz ab € 432,38

Google will den beliebten Google Now Launcher für Android noch im ersten Quartal 2017 aus dem Play Store entfernen. Ab März dürfen ihn Hersteller von Android-Geräten zudem nicht mehr vorinstallieren. Das meldet Android Police und bezieht sich dabei auf eine der Website zugespielte Mail von Google an die OEM-Hersteller.

Die Google-Now-Karten werden künftig auch auf anderen Oberflächen leichter per Wischgeste erreichbar sein.

(Bild: Google)

Ersetzen sollen den Now-Launcher die "Google Search Launcher Services", über den alle Hersteller-Launcher den Google-Now-Assistenten über ein Wisch nach rechts auf dem Startbildschirm öffnen können. Bisher war das nur mit dem Google Now Launcher möglich. Der Mitteilung zufolge hält Google den neuen Dienst jetzt für so ausgereift, dass ihn Hersteller nun in ihre eigenen Oberflächen integrieren können.

Im Gegenzug wird Google die alte Oberfläche nicht mehr im Play Store anbieten. Wer sich den Launcher bis dahin nicht runtergeladen hat, kommt nur noch über Umwege an ihn heran. Bestehende Nutzer können vorerst weiterhin auf Unterstützung hoffen; sie sollen immerhin mit Updates der Google-Suche-App versorgt werden. Das dürfte sich aber wohl nur auf die integrierte Suche und den Assistenten beziehen; neue Funktionen und Bugfixes für die Oberfläche lieferte Google schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Von der Entscheidung betroffen sind auch Hersteller wie Motorola, die bisher auf den Now Launcher gesetzt haben. Zumindest bei neuen Geräten darf er ab März nicht mehr mitgeliefert werden. Google empfiehlt Herstellern ohne eigenen Launcher ein Ausweichen auf den SearchLauncher. Dieser basiert auf dem Launcher3 aus dem Android Open Source Project (AOSP) und steckt im Google-App-Paket für die Hersteller von Android-Geräten. Der Pixel-Launcher soll dagegen wohl weiterhin Google-Geräten vorbehalten zu bleiben.

Pixel Launcher (7 Bilder)

Der Pixel-Launcher hat neue Ordner-Icons. Der App-Drawer wird nun durch eine Wischgeste von unten nach oben geöffnet.

Für Fans der Nexus-Modelle und der bislang aufgeräumten Standardoptik brechen damit härtere Zeiten an. Seit dem Start des Google Pixel konzentriert sich Google auf den optisch deutlich veränderten Pixel Launcher, den es anders als den Now Launcher nicht für alle Android-Nutzer im Play Store gibt. Stattdessen geht Google einen großen Schritt auf die Hersteller zu und stellt deren bislang überladenen Launchern eine bisher exklusive Fähigkeit zur Verfügung. (asp)

Anzeige
Anzeige