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Android: Hersteller müssen USB Power Delivery unterstützen

Künftige Android-Geräte müssen mit dem Ladestandard USB-C Power Delivery funktionieren. Bisher setzen viele Hersteller auf proprietäre Schnelladestandards.

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(Bild: Benny Marty/Shutterstock.com)

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Neue Android-Geräte mit USB-C-Port müssen den offenen Ladenstandard USB PD (Power Delivery) unterstützen. Das geht aus den neuen Zulassungsvoraussetzungen für die Google-Dienste hervor, die der Android-Webseite XDA Developers vorliegen. Wer sich nicht an diese Forderungen hält, darf die Google-Dienste nicht auf seinen Geräten nutzen.

Die Regelung betrifft ausschließlich Geräte, die neu auf den Markt kommen. Deren Hersteller müssen sichergehen, dass sich ihre Mobiltelefone auch mit standardmäßigen USB-C-Netzteilen aufladen lassen. In den vorherigen Versionen der Vorschrift war es Herstellern lediglich "empfohlen" worden, die Kompatibilität zu gewährleisten. Das neue Dokument ist auf den 3. September datiert.

Theoretisch schafft USB PD eine Leistung von bis zu 100 Watt, in der Praxis nutzen Handy-Hersteller das aber kaum aus. Die meisten setzen stattdessen auf proprietäre Schnellladestandards, die nur mit den eigenen Ladegeräten funktionieren. Google will mit den veränderten Vorschriften sicherstellen, dass kommende Handys garantiert mit Standard-Netzteilen aufgeladen werden können.

Google schreibt den Herstellern laut XDA Developers aber nicht explizit vor, die volle Leistung von USB Power Delivery ausnutzen zu müssen. Gemäß der Formulierung ist es also möglich, dass Handy-Hersteller hohe Ladegeschwindigkeiten weiterhin nur bei ihren eigenen Schnellladestandards ermöglichen.

In dem Dokument schreibt Google Herstellern nun außerdem vor, bei Handys mit Android 9 und Android 10 Optionen zum "Digital Wellbeing" zu integrieren. Gemeint sind damit Tools, mit denen der User mehr Kontrolle über seine Handy-Nutzung bekommt. Google bietet seine solche App selbst an: Darin kann der Nutzer zum Beispiel sehen, wie lange er welche Apps benutzt hat und wie viele Benachrichtigungen ihm Apps geschickt haben. Außerdem müssen Handy-Hersteller Tools zur elterlichen Aufsicht einbinden. Google erlaubt es Herstellern, eigene Lösungen auf ihren Geräten zu installieren, sie müssen also nicht zwangsläufig die Google-App nutzen.

Von dieser Regelung betroffen sind alle Geräte, die künftig mit Android 9 oder Android 10 erscheinen. Sie erstreckt sich außerdem auf Devices, die nach dem 3. September ein Update auf Android 9 oder 10 bekommen. (dahe)