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Android P: Beta ist erhältlich, neue Gesten kommen

Die Beta der nächsten Android-Version steht zum Download bereit, und zwar nicht nur für die Pixel-Phones, sondern auch für Smartphones von Essential, Nokia, OnePlus, Oppo, Sony, Vivo und Xiaomi.

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Android P: Beta ist erhältlich, neue Gesten kommen

Dank Project Treble läuft die Beta von Android P nicht nur auf den Pixel-Phones, sondern auch einigen anderen Modellen.

(Bild:  )

Google hat angekündigt, eine Beta-Version von Android P zum Download bereitzustellen – anders als bisher nicht nur für Googles eigene Smartphones und Tablets, sondern auch für einige High-End-Geräte anderer Hersteller: Sony Xperia XZ2, Xiaomi Mi Mix 2S, Nokia 7 Plus, Oppo R15 Pro, Vivo X21, Essential PH‑1 und das noch nicht vorgestellte OnePlus 6. Zudem gibt es Neuigkeiten zu Stromspartechniken, Gesten und "digital wellbeing": Das Smartphone will sich automatisch weniger in den Vordergrund drängen.

Die neue Navigationsleiste erleichtert den Aufruf gestarteter und neuer Apps per Geste; der Zurück-Knopf wird bei Bedarf eingeblendet.

(Bild: Google )

Die Navigationsleiste bekommt einen neuen Look, sie besteht nur aus einem Strich in der Mitte, der als Home-Knopf funktioniert. Neu sind seine Gesten: Zieht man von dort hoch, erscheint eine neue Ansicht; unten blendet Android fünf Apps ein, darüber eine verbesserte Task-Ansicht. Die Apps sucht sich das System anhand einer Nutzerstatistik aus. Ist die richtige nicht dabei, wischt man weiter nach oben und die normale Übersicht aller Apps erscheint. Bewegt man den Home-Knopf nach links oder rechts, blättert man in der Task-Ansicht durch die gestarteten Apps.

Die Gesten funktionieren nicht nur am Home-Screen, sondern auch aus gestarteten Apps heraus. Für den Zurück-Knopf hat Google allerdings keine Geste gezeigt. Er wird, wie aus anderen Screenshots hervorgeht, weiterhin in der Navigationsleiste eingeblendet.

Mit dem nervigen Drehen der Apps beim versehentlichen Kippen des Geräts ist nun Schluss. Android P blendet einen Knopf in die Navigationsleiste ein, wenn es ein Kippen erkennt; erst wenn man den betätigt, dreht sich die App. Auch das Verstellen der Lautstärke, das Aufnehmen von Screenshots, die Quick-Settings und mal wieder die Benachrichtigungs-Verwaltung verbessert Android P.

Apps können zwei neue Einblendungen vornehmen: In Suchergebnissen können sie "Slices" einblenden, eine Art erweitertes Suchergebnis, und "App Actions". Letzteres sind interaktive, kontextsensitive erstelle Aktionen, die in der Suche und in der App-Liste auftauchen können. Beispielsweise könnte die Musik-App beim Einstecken eines Kopfhörers anbieten, die Playliste abzuspielen. Beides erinnert an die Konzepte, die man schon von Fuchsia gesehen hat – wobei Google gar nichts zu Fuchsia gesagt hat.

Android notiert nun genauer, welche Apps man wie lange nutzt und was man in der App macht. Nutzer können in einem Dashboard verfolgen, womit sie ihre Zeit verdaddeln oder nutzen – und auch den App-Entwicklern sollen diese Informationen teils zur Verfügung gestellt werden.

Für einzelne Apps kann man dann Nutzungszeiten festlegen. Kurz vor Erreichen der Sperrfrist bekommt man eine Warnung, danach wird die App geschlossen und das Icon ausgegraut. Zudem kommt ein Nicht-Stören-Modus, den einige Hersteller so schon eingebaut haben: Legt man das Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch, wird es stummgeschaltet und nur noch vorher festgelegte Kontakte kommen durch.

Android P will es dem Nutzer einfacher machen, das Handy auch mal aus der Hand zu legen.

(Bild: Google )

Schließlich gibt es "wind down", eine Uhrzeit, die man festlegt und zu der Android dann die gesamte Bedienoberfläche samt aller Apps in Schwarzweiß umschaltet. Das soll es einfacher machen, sich im Bett vom Handy zu trennen. Unter "digital wellbeing" fasst Google diese Maßnahmen zusammen.

Wie bei fast jeder Android-Version versucht Google auch jetzt wieder, im Hintergrund arbeitende Apps besser in den Griff zu kriegen. Nun entscheidet eine KI anhand individueller Nutzungsprofile, welche App wie lange und wie oft dran kommt. Das soll die CPU-Wakeups um ein Drittel senken. Auf die Laufzeit dürfte sich das aber nur dann deutlich positiv auswirken, wenn man sehr viele Hintergrund-Apps und -Dienste nutzt. Auch die gezeigte verbesserte automatische Helligkeitsanpassung dürfte sich wenig auswirken.

Die Beta steht wie bisher nach Registrierung unter google.com/android/beta für die unterstützten Smartphones bereit. (jow)

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