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Android-Smartphone einrichten, Fallen vermeiden

Der Einrichtungsassistent beim Android-Smartphone ist praktisch. Allzu oft stellt er aber Fragen, deren Antworten später unerwünschte Folgen haben.

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Android-Smartphone einrichten, Fallen vermeiden

Ein Android-Smartphone ist beim Auspacken nur ein grob behauener Rohling. Erst der Einrichtungsprozess individualisiert das Gerät für den Nutzer.

(Bild: Albert Hulm)

Wer ein neues Smartphone auspackt, will in der Regel, dass man ganz schnell damit loslegen kann. Der Einrichtungsassistent, der kurz nach dem erstmaligen Einschalten erscheint, soll das Ganze beschleunigen und dafür sorgen, dass die wichtigsten Dinge erst mal an Bord sind. Etliche Häkchen, die man hier und da in Einrichtungsdialogen setzt, erlauben Google aber unnötig viel. Und bei anderen wissen zumindest Android-Neulinge nicht, welche Folgen ihre Entscheidung haben. Doch auch erfahrene Umsteiger haben schnell aus Versehen mal eine wichtige Option weggeklickt.

Die wichtigste Frage ist, ob man überhaupt ein Google-Konto anmelden soll oder nicht. Tut man's, werden Kontakte, Mails, der Kalender und Such- und Merklisten etwa bei Googe Maps automatisch mit den Google-Servern synchronisiert. Für den Zugriff von anderen Geräten muss man sich dann nur mit seinen Google-Zugangsdaten anmelden und hat auf alle seine persönlichen Daten Zugriff. Das ist bequem.

Dass Google diese Daten nutzt, um damit Geld zu verdienen, möchte manch einer vermeiden und weigert sich, ein Google-Konto einzurichten. Das ist möglich, aber: Dann ist auch kein Zugriff auf den Google-Play-Store zum Installieren von Apps mehr möglich. Das wiederum bedeutet nicht, das man keine Apps laden kann – es gibt alternative App-Stores, etwa F-Droid, und die Möglichkeit, Apps auch als APK-Datei direkt aufs Smartphone zu schieben und zu installieren.

Das ist nur ein Beispiel für eine Frage im Einrichtungsprozess, bei der man die Konsequenz für oder gegen etwas zu Beginn nicht ganz überblickt. Lassen Sie sich bei derlei Unklarheiten aber nicht drängen: Ein Google-Konto können Sie auch jederzeit später im Menü unter Einstellungen einrichten.

Widgets ersparen vielfach den Aufruf der korrespondierenden App. Der Musikplayer beispielsweise lässt sich damit direkt steuern.

Manche Optionen beim Durchlauf des Assistenten sind schlicht schwer verständlich: "WLAN-Suche" bedeutet nicht einfach, dass das Gerät nach WLANs sucht. Es bedeutet, dass Android das auch dann tut, wenn das Gerät im Flugmodus ist, damit es anhand Bluetooth-Beacons und dem Abgleich von empfangenen WLANs den Standort bestimmen kann. Auch hinter einigen anderen Optionen im Einrichtungsassistent steckt mehr, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

So bequem der Assistent natürlich für den Anfang ist – einige Dinge, die das Leben mit dem Smartphone einfacher machen, fehlen: So ist gerade Neulingen oder Umsteigern manchmal nicht klar, was man mit Widgets machen kann (etwa: Wetter anzeigen, Musikplayer steuern), wie man Apps übersichtlich auf der Displayfläche anordnen kann oder wie man sich ganz von unerwünschten vorgeladenen Apps ("Bloatware") befreien kann.

Das Feintuning der Apps und Einstellungen muss man vielfach selbst dann noch mal erledigen, wenn man bereits ein Android-Smartphone hatte. Kontodaten et cetera werden dann zwar übernommen, aber herstellerspezifische Einstellungen fehlen dann auf dem neuen Gerät.

Mehr zur Erstinstallation eines Android-Smartphones lesen Sie in c't 4/2019:

(mil)

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