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Android-Smartphones bremsen Talfahrt von Sony Ericsson

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Der Handyhersteller Sony Ericsson hat mit sinkendem Absatz und einem Gewinneinbruch zu kämpfen, bleibt aber dank seiner neuen Android-Modelle in den schwarzen Zahlen. Wie das schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen am Dienstag mitteilte, sank der Nettoertrag im ersten Quartal im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 11 Millionen Euro. Analysten hatten Verluste erwartet.

Zugleich blieb Sony Ericsson bei den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen setzte 8,1 Millionen Mobiltelefone gegenüber 10,5 Millionen zwölf Monate zuvor ab. Der Umsatz sank von 1,4 auf 1,1 Milliarden Euro. Dafür stieg der Durchschnittspreis pro Handy von 134 auf 141 Euro.

Der Hersteller setzt bei den lukrativeren Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das Nokias Symbian als Marktführer bei den Computer-Handys ablöst. Konzernchef Bert Nordberg kündigte einen "beschleunigten Umstellungsprozess" an, der sich weiter positiv auf die Ertragskraft auswirken werde.

Auf dem heftig umkämpften Smartphone-Markt hat Sony Ericsson nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 5 Prozent nach Stückzahlen und 3 Prozent nach Umsatz. Für 2011 erwartet der Konzern nur ein "mäßiges Wachstum" beim weltweiten Handy-Absatz. Zuletzt hatte Sony Ericsson die Markteinführung des im Februar angekündigten Xperia Neo verschieben müssen. (vbr)