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Android-Sperre: Huawei verspricht weiterhin Software-Updates

Auf einer Webseite will Huawei Nutzern die Angst vor der Android-Sperre durch Google nehmen. Auch Software-Updates sollen weiterhin bereitgestellt werden.

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(Bild: heise online; Daniel Herbig)

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Auf einer eigens eingerichteten Webseite geht Huawei auf die Folgen des Android-Banns für deutsche Nutzer ein. Auf der Seite bekräftigt das Unternehmen vorherige Aussagen, nach denen bereits verkaufte und lagerhaltige Handys ohne Einschränkungen weiter genutzt werden können. Erstmals verspricht das Unternehmen auch eine künftige Versorgung mit Software-Updates.

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In einer vorherigen Stellungnahme hatte das Unternehmen lediglich Sicherheitsupdates und Updates für "Services" in Aussicht gestellt. Die Nachrichtenagentur Reuters, die zuerst über den Android-Bann seitens Google geschrieben hatte, hatte unter Berufung auf Insider außerdem geschrieben, Huawei könne in Zukunft keine Android-Updates mehr bereitstellen.

Nun scheint es aber, als könne Huawei neben Updates für Sicherheit und Apps auch Updates für das Betriebssystem weiterhin anbieten: "Huawei Smartphones und Tablets, die verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, werden weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates erhalten", heißt es auf der Webseite zur Android-Situation.




Huawei verspricht auf der Webseite außerdem, weiterhin Smartphones verkaufen zu wollen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet nun aber, dass Huawei sich auf erhebliche Rückgänge bei internationalen Smartphone-Verkäufen einstellt. Demnach wartet das Unternehmen ab, wie sich das Honor 20 in Europa schlägt – sollte sich das Handy nicht in ausreichenden Mengen verkaufen, könnten Lieferungen eingestellt werden. Huawei rechne derzeit mit 40 bis 60 Millionen weniger verkauften Geräten auf dem internationalen Markt, schreibt Bloomberg weiter.

Die US-Regierung hatte Huawei im Mai auf eine schwarze Liste gesetzt und US-Unternehmen verboten, ohne Sondererlaubnis Geschäfte mit Huawei zu machen. Android-Entwickler Google entzog Huawei darauf die Android-Lizenz, räumte Huawei aber bei bereits verkauften und lagerhaltigen Handys einige Sonderrechte ein. Das US-Embargo tritt erst Mitte August voll in Kraft, bis dahin gilt eine Karenzzeit. Nach deren Ablauf darf Huawei nur noch Handys mit Open-Source-Android anbieten. Bei diesen Handys würden unter anderem der Play Store und Google Maps fehlen.

(dahe)