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Android-Tastatur mit Sprach- und Handschrifterkennung

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Im Schreibmodus von Flext9 muss man jeden Buchstaben einzeln zeichnen.

(Bild: heise mobil)

Nuance hat seine Anfang des Jahres vorgestellte Android-Anwendung Flext9 in Europa gestartet. Die bisher nur in den USA erhältliche virtuelle Smartphone-Tastatur unterstützt nun außer britischem und amerikanischen Englisch auch Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch. Die etwa 8 MByte große App ersetzt auf Geräten die vorinstallierte Google-Tastatur systemweit und arbeitet mit vier verschiedenen Eingabeverfahren: Tippen, Wischen, Sprechen und Schreiben.

Die klassische Eingabe über Tasten schlägt während des Tippens mögliche Begriffe vor. Alternativ lassen sich Worte wie bei dem Konkurrenzprodukt Swype wischen, indem man mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe fährt.

Auf der Flext9-Tastatur, tippt, wischt, schreibt und spricht man Texte.

(Bild: heise mobil)

Mittels Sondertaste startet eine Spracheingabe, die auf Nuances Dragon Dictation basiert und das Gesprochene recht fix in Buchstaben umwandelt. Wie bei Googles integrierter Android-Sprachsuche wertet Nuance die Audio-Daten auf einem Server aus – es wird also dafür eine Internetverbindung benötigt. Im Schreibmodus verwandelt sich die Tastatur in einen Notizblock, auf dem der Nutzer Wörter Buchstabe für Buchstabe per Hand schreiben kann, was auf kleinen Smarphone-Displays nur im Querformat einigermaßen funktioniert.

Flext9 ist im Android Market für 5 US-Dollar erhältlich und mit Geräten ab Version 2.1 kompatibel. Eine Portierung auf andere Plattformen sei derzeit nicht geplant und hinge letztlich vom Bedarf ab, so ein Mitarbeiter des Unternehmens. (acb)