Android für Anfänger und Senioren startklar machen

Noch immer gibt es viele Neueinsteiger beim Thema Smartphone. Ein Ratgeber für Menschen, die in der Familie oder bei Freunden Starthilfe geben müssen.

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Android für Anfänger und Senioren startklar machen
Von
  • Michael Link

Wer einem kompletten Anfänger ein Smartphone erklären soll oder will, stößt manchmal auf erstaunliche Fragestellungen. Während iPhones noch eine recht einheitliche Bedienoberfläche bieten, ist das bei Android-Smartphones nicht der Fall. Der eine oder andere Tipp geht so ins Leere, weil Smartphone-Neulinge beispielsweise die entsprechenden Menüs nicht an der Stelle finden, die der Helfende angibt.

Grundsätzlich besser ist es, wenn man mit der Beratung schon beim Smartphone-Kauf beginnen kann. Denn für den einen oder anderen mag auch ein Seniorenhandy die bessere Wahl sein. So etwas finden Sie beispielsweise in diesem Test.

Nachgehakt: Starthilfe geben für Android-Nutzer Wie man Anfängern die ersten Schritte in der Smartphone-Welt erleichtert

Manchmal muss man auch noch ganz Grundsätzliches erklären, etwa zur Tarifwahl beziehungsweise was Apps sind, wo Kontakte gespeichert werden und welche Datenschutzrisiken bestehen, wenn man beispielsweise kostenlose Apps mit Werbung nutzt oder schlicht, was es bedeutet, Google mit Daten über seine Kontakte oder seine besuchten Orte versorgt.

Auch wenn man sein eigenes Smartphone datenschutztechnisch verrammelt und weder Googles Verlockungen noch denen von anderen Apps nachgibt, muss man überlegen, ob es für die Person, der man bei der alltäglichen Smartphone-Nutzung vielleicht doch die bessere Idee ist, beispielsweise die Kontakte und/oder den Kalender auf Googles-Servern oder in einer anderen Cloud zu speichern. Als Ansprechpartner muss man sich in jedem Fall darauf einstellen müssen, etwa bei einem Umzug auf ein neues Gerät dafür zu sorgen, dass nichts verloren geht und der Nutzer nahtlos weitermachen kann.

Da die Hersteller von Android-Smartphones ihr Heil in der Entwicklung unterschiedlicher Benutzungsoberflächen sehen, müssen Helfer vielfach mit Fragen rechnen wie: "Wo ist denn meine App?" oder: "Wie bekomme ich denn die Apps so auf das Display, dass ich nur die sehe, die ich brauche?" Hier bieten sich Apps an, die dem Smartphone eine eigene Benutzungsoberfläche verpassen und die - ganz wichtig - diese Einstellungen auch so sichern, dass man sie beim Umstieg auf ein neues Smartphone einfach wiederverwenden kann. Für den Nutzer sieht die Oberfläche aus wie gewohnt, was Nachfragen minimiert.

Ein wichtiger Tipp: Falls Sie dürfen, sollten Sie sich unbedingt die PIN und andere wichtige Zugangsdaten notieren, damit Sie im Fall des Falles aus der Ferne auch mal helfen können, das gesperrte Handy zu entsperren. Diesen und viele andere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel.

Siehe zu dem Thema in c't 4/2020:

(mil)