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Android informiert Nutzer über alternative Browser und Suchmaschinen

Google setzt die Forderungen der EU-Kommission um und verdeutlicht Android-Nutzern, dass sie die freie Browser- und Suchmaschinenwahl haben.

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Android-Nutzer müssen nicht unbedingt Chrome und Google verwenden.

(Bild: dpa, Christof Kerkmann)

Google macht europäischen Android-Nutzern künftig deutlicher, dass sie die freie Browser- und Suchmaschinenwahl haben. Künftig werden neue Hinweisbildschirme zu sehen sein, wenn die Nutzer zum ersten Mal den Google-Play-Store öffnen. Android präsentiert ihnen hier eine Auswahl an Browsern und Suchmaschinen-Apps, die sie zusätzlich zu Chrome und Google installieren können.

Jeweils fünf Apps werden zu sehen sein; die Vorschläge basieren auf Beliebtheit. Ihre Reihenfolge sei zufällig gewählt, schreibt Google in seinem offiziellen Blog. Das Unternehmen betont, dass es immer möglich war, andere Browser und Apps zu installieren. Ein zweiter Hinweisbildschirm listet die Apps von alternativen Suchmaschinen auf. Wird mindestens eine davon installiert, fragt Chrome beim nächsten Start außerdem nach, ob der Nutzer die voreingestellte Suchmaschine des Browsers ändern will.

Zwei neue Hinweisbildschirme zeigen Alternativen zu Google und Chrome an.

(Bild: Google )

Android-Nutzer sollen mit den neuen Hinweisen besser verstehen, dass es neben Chrome und Google weitere Alternativen gibt, die sie auf ihrem Mobilgerät verwenden können. Über die Auswahlbildschirme lassen sich auf Wunsch alle vorgeschlagenen Apps schnell und bequem installieren. Innerhalb der "kommenden Wochen" will Google die neuen Bildschirme in Android anzeigen. Außerhalb von Europa sind sie nicht zu sehen.

Google gibt mit der neuen App-Auswahl Druck der Europäischen Kommission nach. Sie hatte eine Rekordstrafe gegen das Unternehmen verhängt. Immer wieder passte Google seine Dienste an, um den Vorgaben der EU nachzukommen. "Wir werden mehr tun, um sicherzustellen, dass Android-Nutzer über die große Auswahl an Browsern und Suchmaschinen informiert sind", versprach Google im März, als es die Browser- und Suchmaschinenauswahl angekündigt hatte. (dbe)