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Angeblich wieder Pannen mit Telekom-Rechnungen

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Die Deutsche Telekom hat über Monate an Software-Fehlern bei der Abrechnung von Gesprächen mit der Inlandsauskunft 11833 laboriert. Dies geht aus einem Vorbericht des Nachrichtenmagazins Spiegel zu einem Artikel der kommenden Ausgabe hervor. Kunden könnten dadurch mit ungerechtfertigt hohen Summen belastet worden sein. Durch den Fehler seien unter anderem Verbindungen doppelt berechnet oder spät beendet worden.

Bestätigt sieht sich das Magazin von Auswertungen der Meckenheimer Einkaufsgemeinschaft Communitel, die in dem Artikel zitiert werden. Das Unternehmen, das sich mit der Telekom in einem Rechtsstreit befindet, habe rund 100 Millionen Gesprächsdatensätze analysiert. Demnach gebe es bei rund 20 Millionen Datensätzen "Fehler und Auffälligkeiten". Es gehe auch um berechnete Verbindungen mit Null-Sekunden-Dauer und mangelhafte Datensätze, in denen Angaben wie Rufnummer, Zeit oder Ort fehlten.

Die Telekom wies den Bericht über die erneuten Pannen heute zurück. "Die Rechnungen sind richtig", erklärte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek der Nachrichtenagentur dpa in Bonn. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr etwa vier Monate lang "den Fehler gesucht, behoben und die fraglichen Rechnungen überprüft." Es gebe seitdem keine neuen System-Probleme. Der Spiegel berichtet dagegen, dass ab Januar 2002 der Fehler erneut aufgetreten sei.

"Das weisen wir mit Nachdruck zurück", antwortete Lissek. Nach bestimmten Kriterien würden auffällige Verbindungen ohnehin gesondert geprüft. Extrem lange Telefonate mit der Telekom-Auskunft seien aber gar nicht so ungewöhnlich, da manche Firmen ihre Adresslisten mit Hilfe der Auskunft überarbeiteten. Auch Dauergespräche von über fünf Stunden Dauer mit den teuren 0190-Nummern soll es nach Telekom-Angaben täglich rund ein Dutzend geben. (em)

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