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Angeklagt: Phisher griffen 1,1 Millionen Euro ab

Vier Männer müssen sich in Bayern vor Gericht wegen Online-Betrugs verantworten. Mit abgefischten Zugangsdaten überwiesen sie Geld von Sparkassenkunden.

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Bei der Eingabe von Zugangsdaten zum Online-Banking oder Kreditkartennummern ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

(Bild: SFIO CRACHO / Shutterstock.com)

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Vier mutmaßliche Online-Betrüger müssen sich vorm Landgericht Bamberg verantworten. Die Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren sollen mit abgefischten Zugangsdaten fürs Online-Banking von Sparkassenkunden illegal Überweisungen in Gesamthöhe von rund 1,1 Millionen Euro veranlasst haben.

Nach Angaben der Zentralstelle Cybercrime Bayern hatten Mittäter der Angeklagten die Zugangsdaten mittels Phishing-Mails abgegriffen. Die Opfer wurden auf täuschend echt aussehende Websites geführt und dazu verleitet, dort ihre Zugangsdaten einzugeben. Von den erbeuteten 1,1 Millionen Euro konnten die betroffenen Sparkassen demnach etwa 270.000 Euro zurückholen. Vom übrigen Betrag sollen die unbekannten Mittäter zwei Drittel, die vier Beschuldigten ein Drittel bekommen haben.

Die Anklage lautet auf gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrug. Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe. Einer der vier Beschuldigten, die alle aus dem Raum Chemnitz stammen, hat laut Generalstaatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt. Die anderen hätten bisher keine Angaben zur Sache gemacht. Alle vier sitzen seit Ende November 2018 in Untersuchungshaft.

Die Zentralstelle Cybercrime warnt insbesondere Bankkunden vor immer professioneller aussehenden Phishing-Mails. Kunden sollten nie auf darin enthaltene Links klicken, sondern ihre Online-Banking-Seite immer durch Eingabe in die Adresszeile des Browsers aufrufen. Auch sollten sie die Seite nur über gesicherte Verbindungen aufrufen, die bei den meisten Browsern durch ein Vorhängeschloss dargestellt sind. (Mit Material der dpa) / (vbr)