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Angriff auf Sony Pictures: Nordkorea weist Vorwürfe zurück

Die Nationale Verteidigungskommission, wichtigstes Entscheidungsgremium Nordkoreas, machte Südkorea dafür verantwortlich, die "Geschichte über Nordkoreas Verwicklung" in den Angriff auf die IT-Infrastruktur von Sony Pictures in die Welt gesetzt zu haben.

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Die kommunistische Regime Nordkoreas hat in einem offiziellen Statement den Verdacht zurückgewiesen, hinter der Attacke auf das Hollywood-Studio Sony Pictures zu stecken. Die Nationale Verteidigungskommission unterstellte dem Nachbarn Südkorea, "die Geschichte über Nordkoreas Verwicklung" in den Fall in die Welt gesetzt zu haben. Südkorea würde darin mit den USA paktieren. Pjöngjang wisse gar nicht, "wo in Amerika sich Sony Pictures befindet und für welche Übeltaten es Ziel des Angriffs wurde", wurde das wichtigste Entscheidungsgremium des Landes von den Staatsmedien zitiert.

Sony Pictures Entertainment ist ein US-stämmiges Tochterunternehmen von Sony. Es produziert und vertreibt Filme und Fernsehserien. Sowohl Columbia Pictures, TriStar Pictures als auch die Fernsehproduktionsfirma Sony Pictures Television gehören zu dem Firmenverbund der seinen Hauptsitz in Culver City, Kalifornien hat.

Die Angreifer hatten die gesamte IT-Infrastruktur bei Sony Pictures übernommen. Auf Arbeitsplatzrechnern erschien eine Meldung, die Geräte seien von einer Gruppe namens Guardians of Peace (GOP) gekapert worden. Die Computersysteme von Sony Pictures waren nach der Attacke tagelang lahmgelegt, die Mitarbeiter mussten laut Medienberichten zum Teil auf Stift und Papier ausweichen.

Nach dem Angriff waren neben gestohlenen Filmen sogar angebliche Gehaltslisten im Internet gelandet. Seitdem gibt es Spekulationen, dass Nordkorea dafür verantwortlich war. Das FBI hatte zudem eine Anzahl größerer US-Unternehmen vor weiteren Angriffen gewarnt, die dem Angriff auf Sony Pictures folgen könnten.

Das Regime hatte die Sony-Komödie "The Interview" scharf kritisiert, in dem TV-Journalisten ein Interview mit Machthaber Kim Jong Un bekommen und beauftragt werden, ihn zu töten. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, in dem Schadprogramm der Angreifer sei ein Text auf Koreanisch gefunden worden. Außerdem gebe es Ähnlichkeiten zu einer Attacke auf südkoreanische Banken und Medien im Mai 2013, hieß es unter Berufung auf Ermittlungskreise. (mit Material von dpa) / (jk)