Angriff auf österreichisches Außenministerium: Kein Datenklau bekannt

Der Angriff auf das österreichische Außenministerium läuft noch immer. Bisher ist nicht bekannt, dass Daten gestohlen wurden.

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(Bild: wolfstudiobkk/Shutterstock.com)

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Obwohl der Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium bereits seit der Nacht zu Sonntag läuft, sind die Hintergründe nach wie vor unklar. Wegen der Professionalität und Größe des Angriffs vermutet die Regierung staatliche Akteure dahinter. Welcher Staat der Auftraggeber sein könnte, ist jedoch noch nicht bekannt. Auch bleibt dabei offen, was konkret zu dieser Ableitung führt – also, was "Professionalität und Größe" bedeuten.

Laut der Tageszeitung Der Standard wurde schnell Russland verdächtigt. Der russische Botschafter in Wien, Dmitrij Ljubinskij, postete bei Facebook das Foto einer österreichischen Boulevard-Zeitung, die eine Spur nach Moskau gefunden haben will, und kommentierte dies mit dem Wort "Fake".

In dem Artikel zitierte die Zeitung einen Terrorismusexperten vom Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien, der meinte, dass Russland und China über die Kapazitäten für einen solchen Angriff verfügten. Österreichs Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, wies die Spekulationen ebenfalls zurück.

Betroffen von dem Cyberangriff sind die "internen Computersysteme", erklärte Guschelbauer. Die Attacke sei schnell erkannt, Gegenmaßnahmen umgehend ergriffen worden. Dennoch hält sie weiter an. Ein Datendiebstahl ist bisher nicht bekannt.

Erst im September hatte es kurz vor den Nationalratswahlen einen Angriff auf die Parteizentrale der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) gegeben. Angreifer transferierten Daten auf einen Server in Frankreich. 2016 gab es bereits einen DDoS-Angriff auf das Außenministerium, verdächtigt wurde die Türkei.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik berichtete 2017 über einen Cyber-Angriff auf den Deutschen Bundestag, den die Systeme jedoch abwehrten. (emw)