Anki Vector: Kickstarter-Kampagne für Entwickler-Kit gestartet

Auf Kickstarter sammelt Digital Dream Labs Geld für die Weiterentwicklung des Anki Vector. Das Entwickler-Kit kostet 100 US-Dollar.

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(Bild: Digital Dream Labs)

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Digital Dream Labs (DDL) sammelt per Kickstarter-Kampagne Geld für die Entwicklung eines Entwickler-Kits des Spielzeug-Roboters Anki Vector. Derzeit haben knapp 2000 Personen insgesamt 130.000 Euro gespendet, das primäre Ziel der Kampagne ist damit erreicht.

Anki Robotics, der Hersteller von Vector und dessen Vorgänger Cozmo, war im Frühjahr 2019 Pleite gegangen. Das US-Unternehmen Digital Dream Labs hat die Rechte am Mini-Roboter übernommen und schon im Januar das Vorhaben geäußert, Vector auf stabilere Open-Source-Beine zu stellen. Künftig soll Vector nicht mehr ausschließlich in Verbindung mit der Cloud funktionieren. Den "Escape Pod" stellt sich Digital Dream Labs als Rettungsring vor, dank dem Vector auch ohne unternehmerischen Support in Zukunft funktionieren kann.

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Hobby-Entwickler dürften sich vor allem auf das Devkit freuen, das Digital Dream Labs ebenfalls bauen will. Damit sollen Entwickler eigene Funktionen für den Vector umsetzen können. Laut DDL geht das geplante Devkit deutlich weiter als das SDK, das für Vector bereits verfügbar ist.

Wer mit dem "Open Source Development Kit" am Vector basteln will, braucht aber eine Lizenz. Diese gibt es für eine 100-Dollar-"Spende" bei Kickstarter. Auch nach Ablauf der Kickstarter-Kampagne will Digital Dream Labs Lizenzen anbieten, dann sollen sie aber deutlich mehr kosten.

Mit dem Entwickler-Kit erstellte Funktionen kann die Community dann wieder an Digital Dream Labs lizensieren. So soll eine Architektur entstehen, die auch an andere Unternehmen verkauft werden kann."Die Kickstarter-Kampagne ist der erste Schritt in Richtung Open Source und Entwicklung einer Plattform, die autonome Vehikel nutzen können"; sagt DDL-Chef Jacob Hanchar in einer Pressemitteilung.

Digital Dream Labs hatte bereits angekündigt, den Spielzeug-Roboter Vector wieder produzieren zu lassen. Das Unternehmen will 2020 außerdem 31 neue Angestellte anwerben, schreibt Hanchar. Laut Mitteilung gibt es derzeit rund 200.000 Vector-Nutzer. (dahe)