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Anonymisierungsserver bei Razzia beschlagnahmt

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Am gestrigen Donnerstag beschlagnahmten Polizisten bundesweit bei sieben Providern mehr als zehn dedizierte Mietserver. Die Aktion erfolgte aufgrund von Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz, wie deren Sprecher Jens Gruhl auf Anfrage von heise online bestätigte. Es gehe um Webforen, in denen kinderpornografisches Material verbreitet worden sei. Nähere Informationen möchte die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

In mehreren Fällen haben die Beamten offensichtlich auch Server beschlagnahmt, auf denen lediglich der Anonymisierungsdienst TOR ("The Onion Routing") lief. Aus den Durchsuchungsbeschlüssen geht hervor, dass sich die Staatsanwaltschaft dieser Sachlage durchaus bewusst war. Vermutlich handelte es sich bei den TOR-Servern um so genannte "Exit Nodes", die in der TOR-Anonymisierungskaskade als Router zum Zielsystem dienen und deshalb auch in dessen Log-Dateien auftauchen. Den Betreibern solcher Server ist der durchgeleitete Inhalt nicht bekannt, sie hatten deshalb wahrscheinlich auch keine Kenntnis davon, dass über ihre Server auf kinderpornografisches Material zugegriffen worden war. (hob)

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