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Anonymisierungstool: Crowdfunding für Tor

Das Tor-Projekt will sich über Crowdfunding neues Geld beschaffen. Verwendung finden soll das Geld in der Entwicklung von Hidden Services. Außerdem soll dieser Schritt die finanzielle Abhängigkeit von US-Behörden reduzieren.

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Cybersicherheit

(Bild: dpa, Oliver Berg/Symbolbild)

Mit dem Start einer Crowdfunding-Kampagne will das Tor-Projekt sich neue Einnahmequellen sichern. Dafür startete es jetzt eine Website, auf der sich Spendenwillige für einmalige oder regelmäßige finanzielle Beiträge melden können. Laut einer früheren Ankündigung sollen die zusätzlichen Einnahmen in die Weiterentwicklung der "Hidden Services" fließen, also in nur über das Anonymisierungsnetzwerk erreichbare Online-Dienste.

Mit diesem Schritt könnte Tor seine Abhängigkeit von US-Behörden senken. Bisher übernahmen diese mehr als die Hälfte der Kosten für das Projekt, allen voran das Außen- und das Verteidigungsministerium. Die Entwicklung des Anonymisierungsdienstes wurde ursprünglich auch mit Mitteln der US-Marine finanziert. Die Verlässlichkeit des Tor-Netzwerks war dadurch in der Vergangenheit in Zweifel gezogen worden. Tor-Gründer Roger Dingledine betonte, dass es keine Hintertüren in der Software gebe.

Prominente Unterstützung bekommt das Tor-Projekt für die Kampagne von Laura Poitras, aus dem Produktionsteam des Films "Citizenfour". Sie wird damit zitiert, dass ohne Tor der Kontakt zwischen ihr und Edward Snowden nicht hätte stattfinden können. Gespendet werden kann unter anderem über Paypal oder die Kryptowährung Bitcoin. (jab)