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Anonymous bezieht Stellung zum PSN-Ausfall

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"Ausnahmsweise waren wir's mal nicht": In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung haben Anonymous-Aktivisten Stellung zum andauernden Ausfall des Playstation-Networks (PSN) genommen und die Verantwortung dafür zurückgewiesen. Der Onlinedienst ist seit dem 20. April nicht mehr zu erreichen. Anonymous will allerdings nicht ausschließen, dass "andere Anons" auf eigene Faust gehandelt haben könnten, um gegen Sony zu protestieren, heißt es in der Mitteilung. Darin wird außerdem angedeutet, Sony könne Anonymous womöglich als Sündenbock missbrauchen, um technische Probleme zu vertuschen. Das japanische Unternehmen hatte in einem Blog mitgeteilt, dass der Ausfall mit einem "externen Eingriff" zu tun habe.

In einem Ende vergangenen Jahres geführten Interview mit heise online hatten Anonymous-Aktivisten betont, dass die Gruppe "prinzipbedingt" keine Führung habe. Daher könne auch niemals ein Anonymous-Mitglied für die gesamte Gruppe sprechen – was im Umkehrschluss also auch bedeutet, dass die jetzt veröffentlichte Mitteilung nicht unbedingt als "offizielle" Anonymous-Erklärung zu verstehen ist. Für einen zumindest ansatzweise offiziellen Charakter spricht allerdings, dass sich das Statement auf mehreren von Anonymous-Aktivisten betriebenen Websites sowie in vertonter Form in einigen YouTube-Videos findet.

In typischer Anonymous-Manier erklären Netzaktivisten auch in YouTube-Videos ihre Unschuld am Ausfall des Spielenetzwerks PSN.

Nachdem Anonymous dem japanischen Konzern wegen seines harten Vorgehens gegen Playstation-3-Hacker Anfang April den Krieg erklärt hatte, bemühte man sich schon kurz darauf um Schadensbegrenzung: Etliche PSN-Spieler waren sauer, weil sie das Onlinenetzwerk nicht mehr benutzen konnten. (jkj)

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