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Anonymous nimmt Donald Trump ins Visier

Per YouTube-Video liest Anonymous dem Präsidentschaftskandidaten Donald Trump die Leviten und kündigt Aktionen gegen ihn an.

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Anonymous

Der umstrittene Vorschlag des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, keine Muslime mehr in die USA einreisen zu lassen, hat Anonymous provoziert. Das Kollektiv hat ihn deswegen per YouTube-Video aufs Korn genommen: Trumps Äußerung spiele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch ISIS) in die Karten. Denn je mehr Muslime sich ungerecht behandelt fühlen, desto mehr von ihnen könne ISIS radikalisieren und rekrutieren.

Nicht lange nach der Veröffentlichung des Videos am 9. Dezember wurde die Homepage des Trump Tower in New York unerreichbar; allerdings nur für zirka eine Stunde, wie CNET berichtete. Angeblich sollte dies aufgrund einer von Anonymous-Aktivisten gesteuerten DDoS-Attacke geschehen sein. Auf Nachfrage des Nachrichtenportals wollte sich weder Trumps Wahlkampfbüro noch die Website-Betreiberfirma äußern. Es ist also nicht sicher, ob es tatsächlich einen Angriff gab.

Ebenso offen ist, ob das ganze eine konzertierte Aktion jenes Anonymous-Teils ist, der Aktionen gegen den IS unterstützt, oder ob eine Fraktion anderer Hacktivisten verantwortlich war. Schon bei dem sogenannten "Cyberkrieg" gegen den IS gab es verschiedene Operationen, von denen auch nicht klar war, ob sie einem gemeinsamen Plan folgen. Anonymous ist keine geschlossene Organisation, sondern eine lose Ansammlung von Hackern und Aktivisten, in der es keine Hierarchien gibt. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass Anonymous-Mitglieder über die gleichen Kanäle widersprechen würden, wenn ihnen die Aktion einer anderen Anonymous-Gruppe völlig gegen den Strich ginge. (bb)

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