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Anonymous stellt Angriffe auf Playstation Network ein

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Mit ihrer OPSony genannten Offensive haben sich die Internet-Aktivisten von Anonymous offenbar wenig Freunde gemacht. In einer neuen Erklärung verzichten sie vorerst auf weitere DDoS-Angriffe auf das Playstation Network (PSN), Sonys Online-Dienst für die Playstation 3 und PSP. "Wir haben gemerkt, dass es keine gute Idee war, das PSN ins Visier zu nehmen […] Wir werden unser Bestes tun, damit Spieler nicht beeinträchtigt werden", heißt es.

Die selbsternannten Streiter für Gerechtigkeit und Freiheit der Konsumenten sind offensichtlich besorgt um ihr öffentliches Image. Und so stellen sie klar, dass die verschiedenen Kampagnen von Anonymous nicht zentral gesteuert werden. "Diejenigen, die in die Organisation der OPSony involviert sind, sind nicht dieselben wie bei OPRecon." Anonymous sei ein Zusammenschluss aus Leuten mit unterschiedlichen Sichtweisen, die nicht unbedingt miteinander übereinstimmen würden. Während die OPSony Domains und Webseiten von Sony angreifen will, wurde OPRecon dazu ausgerufen, persönliche Informationen über Sony-Mitarbeiter, deren Familien, Anwälte und mit den Fällen gegen George Hotz und Alexander Egorenkov betrauten Richtern zu ermitteln.

In einem Interview mit dem Online-Magazin Playstation Lifestyle nimmt ein mutmaßlicher Drahtzieher namens Takai zu den Zielen der umstrittenen OPRecon Stellung. Dort schließt er Aktionen aus, die die Gesundheit oder das Leben anderer Personen gefährden würden. Jedoch sei es in einem Krieg oberstes Gebot, Informationen über die Infrastruktur des Gegners zu sammeln. Laut Takai habe Sony die Sicherheitsfirma Prolexic beauftragt, die eigene Serverstruktur vor DDOS-Angriffen zu schützen. Dies sei der Firma bislang gut gelungen, lobte der Anonymous-Aktivist. Allerdings habe seine Organisation Mittel und Wege, die Abwehrmaßnahmen zu umgehen. Säbelrasseln gehört eben auch mit zur psychologischen Kriegsführung. (hag)

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