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Anstieg bei Netzentgelten wird gestoppt

Auf den Stromrechnungen ist der Anteil für den Stromtransport in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Diese Tendenz soll nun gestoppt werden, kündigt Netzagentur-Chef Jochen Homann an.

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Anstieg bei Netzentgelten wird gestoppt

(Bild: Amprion)

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Der Posten Netzkosten auf den Stromrechnungen in Deutschland dürfte vorerst weitgehend stabil bleiben. Die Netzentgelte für den Verbraucher würden im kommenden Jahr in vielen Bereichen praktisch nicht steigen, versicherte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Entwicklung sei allerdings nicht einheitlich. In einigen Regionen werde es einen Anstieg geben, in anderen würden sie sinken.

Die Gebühren für den Stromtransport sind in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich gewachsen. Sie machen fast ein Viertel des Strompreises aus. Von den knapp 30 Cent je Kilowattstunde, die bei einem Verbrauch zwischen 2500 und 5000 Kilowattstunden im Jahr durchschnittlich gezahlt werden, entfallen inzwischen mehr als 7 Cent auf die Netzentgelte.

Der Ausbau der erneuerbaren Energie hat das deutsche Stromnetz im Laufe der vergangenen Jahre immer stärker unter Druck gesetzt, sodass immer mehr Investitionen notwendig wurden. So musste beispielsweise der große Stromnetzbetreiber Tennet, dessen Netzgebiet in der Mitte Deutschlands von Schleswig-Holstein bis zum Süden Bayerns reicht, deshalb 2017 allein fast eine Milliarde Euro für Noteingriffe ins Netz zahlen.

Auch die Steuerung der Netze wird immer komplizierter. Wenn wegen Überkapazitäten Kraftwerke vom Netz genommen werden müssen, geschieht das bisher immer noch manuell. An der Uni Magdeburg wird derzeit ein System entwickelt, das Stromnetze simuliert und dabei helfen soll, deren Steuerung zu automatisieren. (dpa) / (pen)

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