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Anwälte wegen NSA-Spähaffäre besorgt

Das Vertrauen ihrer Mandanten ist für Anwälte unverzichtbar. Sie sind daher besorgt wegen der NSA-Spähaffäre. Das Thema ist einer der Schwerpunkte beim Deutschen Anwaltstag in Stuttgart.

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NSA-Skandal

Die NSA, der britische GCHQ und andere westliche Geheimdienste greifen in großem Umfang internationale Kommunikation ab, spionieren Unternehmen sowie staatliche Stellen aus und verpflichten Dienstleister im Geheimen zur Kooperation. Einzelheiten dazu hat Edward Snowden enthüllt.

Deutsche Rechtsanwälte fürchten wegen der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA, das Vertrauen ihrer Mandanten zu verlieren. "Der Anwalt ist Teil der Rechtspflege, Bürger sollten sich ihm ohne Angst anvertrauen können", sagt der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, Wolfgang Ewer, gegenüber dpa. Die Spähangriffe hätten die Anwälte daher sehr beunruhigt.

Die NSA-Affäre, die Datensammelwut und die Preisgabe persönlicher Daten im Internet – diese Themen werden daher als Schwerpunkte beim Deutschen Anwaltstag beleuchtet, der am Donnerstag in Stuttgart beginnt. Der Anwaltstag findet jährlich statt. Das Motto des diesjährigen 65. Anwaltstages lautet "Freiheit gestalten". Erwartet werden etwa 1500 Teilnehmer aus Justiz, Politik und Gesellschaft. Geplant ist unter anderem eine Podiumsdiskussion über rechtliche Fragen bei der die Nutzung sozialer Medien.

Am Donnerstag sollen darüber hinaus Bundesverfassungsrichter Johannes Masing und der Vizepräsident des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg, Koen Lenaerts, über das Verhältnis von deutschem und internationalem Recht diskutieren. (jk)

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