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Technology Review

App-Boom in Ostafrika

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Der kenianische Mobilfunkanbieter Safaricom erlebt in den letzten Monaten einen Boom bei Android- Smartphones. Besonders ein kostengünstiges Gerät des chinesischen Anbieters Huawei sorgt in dem ostafrikanischen Land mittlerweile für eine Welle an App-Innovationen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Das Spektrum beliebter Apps reicht von Gesundheitsinformationen über Programme, die aktuelle Marktpreise für Getreide anzeigen, bis hin zu Software mit Tipps für die biologische Landwirtschaft.

80 Dollar kostet das Huawei Ideos, das Safaricom im Februar einführte, nur noch – ein Preis, der für kenianische Verhältnisse zwar noch immer recht hoch ist, doch immerhin mehr als 350.000 Käufer anlockte. Der chinesische Hersteller erhofft sich von diesen und anderen Geräten in den Entwicklungsländern ein gutes Geschäft.

Die kenianische Kommunikationsindustrie schätzt, dass sich die Internet-Nutzung in dem Land, die bereits jetzt vor allem per Mobiltelefon erfolgt, bis September 2011 verachtfachen könnte – in nur einem Jahr. "In zwölf Monaten wird das mobile Betriebssystem Android hier große Effekte haben", glaubt Erik Hersman, Mitbegründer der Aktivistenplattform Ushahidi, die seit 2008 mehr Transparenz in die Politik des Landes bringt.

Hersman startete in den letzten Monaten die Organisation iHub, die versucht, innovative kenianische Firmen und Einzelunternehmer mit Investoren zusammenzubringen. Ein Mobile-App-Event, das iHub im Juni veranstaltete, brachte 100 Wettbewerbsteilnehmer und 25 Finalisten um einen 25.000 Dollar schweren Förderpreis für die beste Mobilanwendung. Der Gewinner, Medkenya, wurde von zwei Unternehmern entwickelt und bietet Gesundheitstipps für Bürger. Gleichzeitig verbindet die App Ärzte mit Patienten. Die Firma ging außerdem eine Partnerschaft mit dem kenianischen Gesundheitsministerium ein. Das Ziel: Gesundheitsinformationen sollen endlich möglichst breite Teile der Bevölkerung erreichen.

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(bsc)