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Apple-Chef Tim Cook: Wir brauchen starke Verschlüsselung

Der Apple-Chef Tim Cook hat in London den britischen Gesetzesentwurf zur Netzüberwachung kritisiert.

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Tim Cook

(Bild: dpa, Asa Mathat/All Things Digitall/Archiv)

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Apple-CEO Tim Cook hat auf einer Werbetour für Apples iPad Pro die Pläne der britischen Regierung kritisiert, Verschlüsselungssysteme zu regulieren. Verschlüsseln sei angesichts der vielfältigen Datenverluste notwendiger denn je geworden, erklärte Cook gegenüber dem Daily Telegraph. "Wenn man Verschlüsselung stoppt oder schwächt, werden damit nicht die Typen getroffen, die Böses im Schilde führen, sondern die guten Leute. Die anderen wissen, wie sie sich schützen können", erklärte Cook.

In seinem offenen Kommentar zum jüngst vorgestellten britischen Entwurf für ein Netzüberwachungsgesetz IP Bill zeigte sich Tim Cook realistisch. Verschlüsselungssysteme seien weit verbreitet und würden nicht von zwei oder drei Firmen vertrieben werden, die in irgendeiner Form zu einer Regulierung gezwungen werden könnten. Dies sei auch gut so, denn der Klau von Daten und Identitäten habe sehr reale Folgen für die betroffenen Menschen, sei es finanziell, psychologisch oder gar gesundheitsschädigend.

Cyberkriminelle oder Cyberterroristen könnten schlimmstenfalls unzureichend verschlüsselte IT-Systeme und kritische Infrastrukturen zerstören und viele Leben gefährden, führte Cook weiter aus. Er sei sich sicher, dass die britische Innenministerin Theresa May und die britische Regierung am Ende das Richtige tun werden und starke Verschlüsselung unterstützen. "Ich bin da optimistisch. Wenn sich die Öffentlichkeit engagiert, wenn sich die Presse stark und ausdauernd engagiert, dann wird es den Menschen bewusst werden, was gebraucht wird. Verschlüsselungen dürfen nicht geschwächt werden. Sie muss gestärkt werden. Man muss gegenüber den Leuten im Voraus sein, die Verschlüsselungen brechen wollen." (anw)