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IFA

Apple Music länger gratis bei der Telekom

Kunden des Netzbetreibers können die neue Option "Music Try&Buy powered by Apple Music" buchen, um Apples Musik-Streaming-Dienst zu abonnieren. Der Gratiszeitraum deckt ein halbes Jahr ab.

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Neben dem Musik-Streaming-Dienst Spotify vermarktet die Deutsche Telekom ab sofort auch den Konkurrenten Apple Music. Für Kunden mit Laufzeitvertrag wird ab dem heutigen Freitag die Option "Music Try&Buy powered by Apple Music" angeboten, wie der Netzbetreiber auf der IFA in Berlin mitteilte, die Bezahlung erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Die ersten sechs Monate sind dabei kostenlos, das ist doppelt so lang wie bei Apple selbst.

Anschließend beträgt der Preis – wie beim iPhone-Hersteller – 10 Euro pro Monat, der Dienst lässt sich jeweils zum Monatsende kündigen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt sechs Monate und deckt damit den Zeitraum der Gratisphase ab. Die Option können nur Kunden buchen, deren Vertrag noch für mindestens sechs Monate läuft, erklärt die Telekom.

Den Familienzugang zu Apple Music bietet die Telekom nicht an, sie verkauft nur den Einzelzugang, der Musik-Streaming jeweils nur auf einem Gerät gleichzeitig erlaubt.

Die Nutzung von Apple Music im Mobilfunknetz wird auf das Inklusivvolumen des jeweiligen Tarifes angerechnet, betont der Netzbetreiber. Die Spotify-Option beinhaltete ursprünglich auch den mobilen Datenverbrauch, dies hat die Telekom für Neukunden inzwischen aber gestrichen.

Im Juni zählte Apple Music 15 Millionen zahlende Abonnenten, Spotify bereits über 30 Millionen. Apple hat auch in anderen Ländern erste Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern geschlossen, um Apple Music über Netzbetreiber anzubieten -- und abzurechnen.

Die Konkurrenz der beiden größten Musik-Streaming-Dienste hat sich inzwischen zum offenen Konflikt entwickelt: Spotify wirft Apple wettbewerbsschädliches Verhalten vor, als Plattformanbieter könne der iPhone-Hersteller Konkurrenten die App-Zulassung und die Umsatzbeteiligung an In-App-Abonnements "als Waffe" einsetzen, um Mitbewerbern zu schaden. Jüngst kam der Vorwurf auf, Spotify verstecke Musik von Künstlern, die ein neues Album exklusiv bei Apple Music anbieten – der Streaming-Dienst wies dies umgehend zurück. (lbe)