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Apple-Zulieferer Foxconn will künftig eigenen Flash-Speicher produzieren

Die Firma will in Zukunft nicht nur Displays aus eigener Hand verbauen, sondern auch in die Flash-Speicher-Sparte von Toshiba einsteigen.

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Foxconn

(Bild: dpa, David Chang)

Der Elektronikhersteller Foxcon möchte die Flash-Chip-Sparte von Toshiba kaufen, das berichtete am Mittwoch der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. Flash-Speicherchips würden in immer größeren Mengen für die Herstellung benötigt.

Laut Foxconn-Gründer Terry Gou braucht sein Unternehmen dringend Flash-Know-how. Mit Toshibas Speicher-Sparte könnte das Unternehmen Display- und Speichertechnologie zusammen mit Fertigung und Lieferung anbieten.

Toshiba steckt in der Krise und braucht dringend Geld. Erst vor rund zwei Wochen hatte der Verwaltungsratsvorsitzende Shigenori Shiga seinen Rücktritt erklärt, Präsident Satoshi Tsunakawa entschuldigte sich nach schlechten Bilanzen bei den Aktionären. Ein Teil von Toshibas Chip-Sparte steht bereits seit einigen Wochen zum Verkauf.

Interessenten sind neben Fertigungspartner WD auch andere Chip-Hersteller – angeblich etwa TSMC – sowie Finanzinvestoren. Ein Verkauf an WD oder andere Chiphersteller ist jedoch aufgrund kartellrechtlicher Schwierigkeiten unwahrscheinlich, denn Toshiba will das Geschäft bis Ende März abschließen – das dürfte in der kurzen Zeit kaum abzuklären sein. Laut Bloomberg erhofft sich das Unternehmen vom Verkauf der Sparte etwa 1,5 Billionen Yen (13 Milliarden US-Dollar). (amo)