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Apple baut Song-Katalog für iTunes Music Store aus

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"Der erste und einzige Online-Musikservice, der den Verbrauchern einen Katalog von einer Million Songs anbietet": Die markigen Worte zur Verkündung eines weiteren Rekords, den Apple für seinen Online-Musiskdienst iTunes Music Store in Anspruch nimmt, dürften zumindest für Stirnrunzeln beim Konkurrenten OD2 sorgen. Denn der von Peter Gabriel gegründete Online-Musikservice On Demand Distribution nimmt nach der Übernahme durch Loudeye in Anspruch, über 1,3 Millionen Songs im Katalog zu haben. OD2 betreibt aber keine Online-Musikshops auf eigene Rechnung, sondern stellt die komplette Plattform und das Lizenzgeschäft für andere Internet-Anbieter bereit, etwa für Microsofts MSN Music, für Coca Cola, Karstadt oder Tiscali.

Bei OD2 meint man zudem, dass alle Songs im eigenen Katalog auch für Europa lizenziert seien -- Apple spricht wohlweislich noch davon, dass die eine Million Songs, die man im Angebot habe, für die USA zum Download bereitstünden. Für die europäischen Ableger des iTunes Music Store muss Apple bislang immer eigene Lizenzvereinbarungen treffen, was zum Start zu einigen Lücken im Angebot führte, auch verglichen mit der US-Version des Shops.

Nun will Apple auf jeden Fall für die verkündete Erweiterung des Online-Songkatalogs nicht nur die fünf beziehungsweise nach der Sony/BMG-Fusion wohl eher vier Majors als Verbündete gewonnen haben: Lizenzvereinbarungen mit über 600 Independent-Labels auf der ganzen Welt habe man geschlossen. Der iTunes Music Store ist laut Apple mit bislang über 100 Millionen Song-Downloands und 70 Prozent Marktanteil bei legalen Musikangeboten unangefochten die Nummer 1 weltweit unter den Internet-Musikdiensten. (jk)