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Apple bleibt auf Kurs

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Böse Überraschungen erwartet man an der Wall Street von Apple derzeit nicht. Zwar war das Stammgeschäft mit Computern auch bei dem erfolgsverwöhnten IT-Riesen zuletzt unter Druck geraten, doch hat Apple ja noch das iPhone. Das beliebte Smartphone verkauft sich weiter wie geschnitten Brot und sorgt mit von Netzbetreibern subventionierten Margen für Freude in Apples Finanzabteilung. Angesichts der notorisch vorsichtigen Prognosen des Herstellers war zudem abzusehen, dass Apple die Erwartungen mal wieder übertrifft. Nicht zuletzt scheint die Präsenz von Apple-Chef Steve Jobs, der nach krankheitsbedingtem Ausfall wieder bei der Arbeit ist, auf nervöse Analysten eine beruhigende Wirkung zu haben.

Auch für das dritte Quartal dieses Geschäftsjahres wartete Apple am Dienstagabend nach Börsenschluss wieder mit Rekordzahlen auf. Der Computerkonzern steigerte den Umsatz von 7,46 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 8,34 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich verdiente Apple 1,23 Milliarden US-Dollar oder 1,35 US-Dollar pro Aktie und lag damit über den Erwartungen der Analysten, die mit 1,16 US-Dollar pro Aktie gerechnet hatten. Im Vorjahresabschnitt war ein Gewinn von 1,07 Milliarden US-Dollar oder 1,19 US-Dollar pro Aktie angefallen.

Im Quartal verkaufte Apple 5,2 Millionen iPhones. Apple hatte am 19. Juni mit dem Verkauf des neuen iPhone 3GS begonnen und gleichzeitig dem Preis für das 3G-Einsteigermodell auf 99 US-Dollar gesenkt. Das neue Modell hatte Apple und seinem US-Netzpartner einen Verkaufsrekord beschert, in drei Tagen gingen eine Million Stück des 3GS über echte und virtuelle Ladentheken. Mit dem richtungweisenden Handy hat sich Apple als feste Größe im Mobilfunkgeschäft etablieren können und im Smartphone-Segment inzwischen einen Marktanteil von über zehn Prozent.

Das erfolgreiche iPhone glich auch den Umsatzrückgang bei Computern und iPods aus. Mit 2,6 Millionen verkauften Macs konnte Apple zwar bei den Stückzahlen wieder zulegen, musste aufgrund gesunkener Preise aber einen Umsatzschwund hinnehmen. 10,2 Millionen iPods gingen im Quartal über den Ladentisch, 7 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Apple erwartet, dass iPhone und iPod touch den Absatz kleinerer Playermodelle bremsen, rechnet aber mit einer langen Erfolgsstory des iPod.

Die zaghafte Prognose für das weitere Geschäft blieb dagegen wie üblich hinter den Erwartungen zurück."Für das vierte Geschäftsquartal 2009 erwarten wir einen Umsatz zwischen 8,7 Milliarden und 8,9 Milliarden US-Dollar", erklärte Finanzchef Peter Oppenheimer. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,18 und 1,23 Dollar liegen.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Apple in US-Dollar
(Das Geschäftsjahr beginnt jeweils zum Oktober.)
Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 2.340 Mio. 183 Mio.
2/00 1.940 Mio. 233 Mio.
3/00 1.820 Mio. 203 Mio.
4/00 1.870 Mio. 170 Mio.
1/01 1.000  Mio. -195 Mio.
2/01 1.430 Mio. 40 Mio.
3/01 1.480 Mio. 61 Mio.
4/01 1.450 Mio. 66 Mio.
1/02 1.380 Mio. 38 Mio.
2/02 1.500 Mio. 40 Mio.
3/02 1.430 Mio. 32 Mio.
4/02 1.440 Mio. -45 Mio.
1/03 1.470 Mio. -8 Mio.
2/03 1.475 Mio. 14 Mio.
3/03 1.545 Mio. 19 Mio.
4/03 1.715 Mio. 44 Mio.
1/04 2.006 Mio. 63 Mio.
2/04 1.909 Mio. 46 Mio.
3/04 2.014 Mio. 61 Mio.
4/04 2.350 Mio. 106 Mio.
1/05 3.490 Mio. 295 Mio.
2/05 3.240 Mio. 290 Mio.
3/05 3.520 Mio. 320 Mio.
4/05 3.680 Mio. 430 Mio.
1/06 5.749 Mio. 565 Mio.
2/06 4.360 Mio. 410 Mio.
3/06 4.370 Mio. 472 Mio.
4/06 4.837 Mio. 546 Mio.
1/07 7.115 Mio. 1.004 Mio.
2/07 5.264 Mio. 770 Mio.
3/07 5.410 Mio. 818 Mio.
4/07 6.217 Mio. 904 Mio.
1/08 9.608 Mio. 1.581 Mio.
2/08 7.512 Mio. 1.045 Mio.
3/08 7.464 Mio. 1.072 Mio.
4/08 7.895 Mio. 1.136 Mio.
1/09 10.167 Mio. 1.605 Mio.
2/09 8.163 Mio. 1.205 Mio.
3/09 8.337 Mio. 1.229 Mio.

(vbr)