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Apple bringt schnellere G5-Macs mit Flüssigkühlung

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Bis zu 2,5 GHz Taktfrequenz erreichen die nunmehr stets im Duo auftretenden G5-Prozessoren der neuen Power Macs. Die Kühlung übernimmt beim Spitzenmodell nun erstmals in einem Apple-Rechner ein Flüssigkeitssystem. Apple lobt das System selbst als "sophisticated" -- genaue Angaben über die eingesetzte, wärmeleitfähige Flüssigkeit oder ob das Kühlungsprinzip beispielsweise auf einer Heat Pipe beruht, machte Apple bislang nicht; das System soll jedenfalls für einen flüsterleisen Betrieb sorgen. Mac OS X werde auf dem System dafür sorgen, dass die Flussgeschwindigkeit der Kühlung ebenso wie die Drehzahl der Lüfter an die aktuellen Wärmeverhältnisse innerhalb des Gehäuses angepasst werden, das wie zuvor in mehrere Kühlungszonen unterteilt ist. Für jede Zone kann das System die Temperatur getrennt beeinflussen.

Mit Flüssigkühlung zusätzlich zu unabhängig steuerbaren Wärmezonen will Apple sein neues G5-Spitzenmodell flüsterleise machen.

Bei dem mit 3239 Euro etwa gleich teuer wie der Vorgänger gebliebenen Spitzenmodell, das ab Juli verfügbar sein soll, arbeiten die beiden G5-Prozessoren nun mit 2,5 GHz, der Frontside-Bus mit 1,25 GHz; als Grafikkarte kommt eine ATI Radeon 9600XT mit 128 MByte Speicher (vorher 9600 Pro mit 64 MByte) zum Einsatz. Die mittlere Konfiguration für 2699 Euro hat sich preislich ebenfalls nicht verändert und bringt nun zwei 2-GHz-Prozessoren mit, der Frontside-Bus arbeitet mit 1 GHz. Beim Einstiegsmodell stieg der Takt von 1,6 auf 1,8 GHz und die Zahl der Prozessoren verdoppelte sich, auch hier arbeitet der Frontside-Bus mit halbem Prozessortakt. Der Preis kletterte dabei von 1971 auf 2159 Euro. Die Frontside-Busse der beiden Prozessoren arbeiten in den Systemen unabhängig voneinander. Bei allen drei Modellen hat Apple außerdem das 4fach-SuperDrive durch einen 8fach-DVD-Brenner ersetzt.

Geblieben ist es bei 512 KByte Level-2-Cache pro Prozessor und den sonstigen Merkmalen der Boards. So kann man im kleinsten Modell den Speicher wie bisher lediglich auf 4 GByte erweitern und nur drei gewöhnliche PCI-Steckkarten verwenden, während die beiden größeren Konfigurationen weiterhin mit PCI-X und 8 GByte RAM bestückbar sind.

In knapp drei Wochen beginnt die WWDC in San Francisco und somit ist es genau 12 Monate her, dass Apple-Chef Steve Jobs G5-Prozessoren mit 3 GHz binnen eines Jahres versprochen hatte. Dass Apple dieses Versprechen nicht einhalten können wird, liegt an seinem Lieferanten für die G5-Chips: IBM macht Probleme mit der Fertigung im 90-Nanometer-Prozess für Lieferschwierigkeiten verantwortlich. (jes)