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Apple einigt sich mit Apple

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Steve Jobs liebt die Beatles. Deshalb fand er es auch furchtbar, mit dem Plattenlabel der Pilzköpfe im jahrelangen Clinch über die Namensrechte zu liegen. Das ist jetzt endgültig vorbei. Apple Computer hat sich mit Apple Corps. geeinigt. Die beiden Streithähne haben sich darauf verständigt, dass sämtliche Rechte an der Marke "Apple" in Zukunft dem Computerhersteller gehören und Teile auf Dauer an das Beatles-Label lizenziert werden. Die Plattenfirma wird ihre Klage zurückziehen, der Rechtsstreit wird damit beendet.

Bisher hatte der Computer- und iPod-Hersteller, der mit dem iTunes Store auch Platzhirsch im Online-Musikgeschäft ist, den Namen und das Logo für seine Hardware dank einer Übereinkunft von 1991 einsetzen dürfen. Die Vereinbarung sah vor, dass Apple Corps. die Rechte für den Musikhandel erhält, während Apple die Marke für Computer nutzen könne. Als Apple dann mit iTunes in den Musikmarkt einstieg, klagte das britische Label erneut, verlor aber im Mai 2006 vor Gericht. Statt der angekündigten Berufung hat sich der Nachlassverwalter der Beatles, Neil Aspinall, nun mit dem Computerkonzern verständigt.

Über weitere Hintergründe – über mögliche Zahlungen zum Beispiel – schweigt sich Apple in einer Mitteilung aus. Eine mögliche Einigung zwischen den Parteien hatte sich bereits im November 2006 angedeutet. Spekulationen um einen Apple-Spot, der die Versöhnung mit den Beatles in der Halbzeitpause des am gestrigen Sonntag ausgetragenen Finalspiels der US-Football-Liga ankündigen sollte, hatten sich nicht bestätigt. Allerdings dürfte es jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es die Beatles auch bei iTunes gibt. (vbr)