Apple entfernt anstößige Anwendungen aus dem App Store

Der IT-Konzern verbannt Anwendungen aus seinem Online-Laden für das iPhone und den iPod touch, in denen zu viel Haut gezeigt wird.

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Der IT-Konzern Apple hat damit begonnen, Anwendungen mit Bildern spärlich bekleideter Menschen aus seinem App Store fürs iPhone und den iPod touch zu entfernen. Apples Marketing-Chef Philip Schiller erläuterte in einem Interview mit der New York Times, eine kleine Anzahl Entwickler habe in den vergangenen Wochen vermehrt Anwendungen mit anrüchigen Inhalten eingereicht. Frauen hätten sich über diskriminierende Inhalte beschwert und Eltern sich um das Wohl ihrer Kinder besorgt gezeigt.

Diese Anwendung von Sports Illustrated ist weiterhin im App Store zu haben.

Apple akzeptiert demnach unter anderem keine Programme mehr, in denen Frauen in Bikinis oder Reizwäsche zu sehen sind. Die nun verbannten Anwendungen gehörten bislang zu den am meisten heruntergeladenen. Insgesamt seien 5000 Programme aus dem Online-Laden verbannt worden, war in US-Medien zu lesen. Der Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray vermutete laut dem Bericht, dass etwa 5 Prozent der 140.000 Programme im App Store, also rund 7000, anstößige Inhalte aufgewiesen hätten. Nun habe Apple die Reißleine gezogen, um vor dem Erscheinen des Tabletts iPad im März und der damit zu erwartenden stärkeren Popularität des App Store sein Image sauber zu halten.

Schiller antwortete in der New York Times auf Vorwürfe, Apple gehe mit zweierlei Maß vor, da beispielsweise Anwendungen des Magazins Sports Illustrated, in denen Frauen in knapper Bademode gezeigt werden, noch immer zu haben seien: Bei dem Anbieter handele es sich um eine gut bekannte Firma. Sie habe über den App Store Material bereitgestellt, das schon vorher in einer allgemein akzeptierten Form verfügbar gewesen sei, sagte Schiller. (anw)