Apple eröffnet App-Entwicklungszentrum in Indonesien

Der Inselstaat soll das erste asiatische Land mit solch einer Einrichtung des IT-Konzerns werden. Zugleich gelobte Indonesien Besserung bei den Abbaubedingungen des für die Elektronikindustrie wichtigen Schwermetalls Zinn.

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(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

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Apple will ein App-Entwicklungszentrum in Indonesien eröffnen. Für den iPhone-Konzern wird es die erste Einrichtung dieser Art in Asien. Die indonesische Regierung kündigte zugleich an, die Arbeitsbedingungen und der Umweltschutz in den Zinn-Minen des Landes verbessern zu wollen. Ein Apple-Sprecher begrüßte am Freitag die Zusage als Schritt zu bedeutenden Veränderungen. Das Unternehmen sei mit dem bisherigen Tempo des Wandels in der weltweiten Zinn-Industrie unzufrieden und frustriert gewesen. Indonesien ist der zweitgrößte Zinn-Produzent der Welt nach China.

Ende 2014 hatte die Dokumentarsendung BBC Panorama aufgedeckt, dass ein Apple-Zulieferer einen Großteil des benötigten Zinns aus kleinen Minen des südostasiatischen Landes bezieht, bei denen nicht sichergestellt werden kann, dass das Material legal und unter Beachtung von Sicherheitsvorschriften abgebaut wird.

Zinn-Abbau in Indonesien (9 Bilder)

Zinngrube auf der indonesischen Insel Bangka: Seit 2012 berichten Reporter und Umweltschützer über Umweltzerstörung und lebensgefährliche Arbeitsbedingungen beim Zinn-Abbau in Indonesien.
(Bild: Marten van Dijl/Milieudefensie)

Apple-CEO Tim Cook erklärte damals, zutiefst aufgebracht zu sein. Zu den Vorwürfen erklärte er, dass der Hersteller bereits ein eigenes Team in diese Regionen entsandt habe. Statt ganz auf den Bezug von Zinn aus Indonesien zu verzichten, wolle man aber lieber vor Ort aktiv bleiben, und versuchen, die Arbeits- und Umweltbedingungen zu verbessern. Einen Beitrag über die Umweltschäden und die Arbeitsbedingungen beim Zinnabbau in Indonesien finden Sie in der c't-Ausgabe 24/14:

(chh)