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Apple hat neuen Deutschland-Chef

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Zum 1. November 2005 übernimmt Freddie Geier, 42, das Ruder bei der deutschen Apple-Niederlassung in Feldkirchen bei München. Er tritt die Nachfolge von Frank Steinhoff an, der das Unternehmen im Januar überraschend verließ.

Geier ist kein Unbekannter im Apple-Markt. Von 1992 an führte er sechs Jahre lang die Geschäfte des Hardware-Distributors Comline in Harrislee. Zwischen 1995 und 1997 war er zusätzlich Marketing- und Vertriebsleiter beim Karlsruher Softwarehaus Astarte, das sich mit dem CD-Brennprogramm Toast (welches später von Adaptec und Roxio übernommen wurde) einen Namen machte. 1998 übernahm Geier die Geschäftsleitung bei Astarte. Als Apple im April 2000 deren DVD-Abteilung kaufte und die Mannschaft nach Cupertino holte, ließ er sich nicht lang bitten und kam mit. Auf Basis dieser Akquisition entwickelte Apple die erfolgreichen Produkte iDVD und DVD Studio Pro. Zwei Jahre später, im März 2002, stieg Geier zum Senior Director Business Development in Apples Application Division auf. Unter seiner Ägide übernahm Apple die ebenfalls deutsche Musiksoftware-Schmiede Emagic, entwickelte deren Produkt Logic Platinum in zwei Varianten namens Logic Express und Logic Pro weiter und schuf mit demselben Team die beliebte "Profi-Studio-Software für Hobby-Musiker" GarageBand.

Im Juli 2003 kehrte Geier Apple den Rücken und heuerte als einer von zwei Geschäftsführern bei Elgato Systems an, wo er den internationalen Vertrieb der EyeTV-Linie zum Empfangen und Aufzeichnen von Fernsehprogrammen mit dem Macintosh aufbaute.

Man darf gespannt sein, ob Freddie Geier seine Vertriebskenntnisse einerseits und seine Beziehungen zum amerikanischen Mutterhaus andererseits dazu nutzen kann, Apples Marktanteil in Deutschland zu steigern. Der liegt mit 2,5 Prozent im internationalen Vergleich (weltweit: 3 Prozent, USA: 5 Prozent) zurück. (se)

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