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Apple ist seit elf Quartalen profitabel

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Apple hat das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2000, das am 1. Juli endete, mit einem Gewinn nach Steuern von insgesamt 200 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das entspricht einem Gewinn von 55 Cent pro Aktie, teilte der Chief Financial Officer des Unternehmens, Fred Anderson, heute in einer Konferenzschaltung mit. Insgesamt setzten die Kalifornier weltweit 1,825 Milliarden US-Dollar um, 17 Prozent mehr als im Vergleichsquartal vor einem Jahr. Damals hatte der Gewinn allerdings noch 203 Millionen US-Dollar oder 60 Cents pro Aktie betragen. In beiden Vergleichsquartalen erzielte Apple jedoch Gewinne durch die Verkäufe von Firmenbeteiligungen. Rechnet man diese einmaligen Gewinne heraus, betrachtet man also nur die Erlöse aus dem operativen Geschäft, liegt der Gewinn im dritten Quartal 2000 (163 Millionen US-Dollar) mit einem Plus von 43 Prozent deutlich über dem Vergleichsquartal 1999 (114 Millionen US-Dollar).

1,016 Millionen abgesetzte Rechner – davon mehr als 350.000 Power Macintosh G4 und über 450.000 iMacs – bedeuten eine Absatzsteigerung um 12 Prozent. Die internationalen Verkäufe machten 46 Prozent am Gesamtgeschäft aus. Über den AppleStore im Internet erwirtschaftete der Konzern 25 Prozent des Umsatzes. Die Gewinnspanne stieg um 2,4 Prozent auf 29,8 Prozent. Am 1. Juli hatte Apple 3,8 Millarden US-Dollar in der Kasse – Bargeld und kurzfristig verfügbare Geldanlagen zusammen gerechnet.

Vom Umsatz her blieb das Ergebnis allerdings hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit 1,9 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Die Börsianer hatten allerdings auch nur 44 Cent Gewinn pro Aktie auf ihrer Rechnung.

Eine große Überraschung ist der geringere Umsatz im letzten Quartal jedoch nicht: Seit Wochen klagten die Händler in den USA über ausbleibende iMac-Lieferungen. Branchenkenner werten dies wie schon vor der Einführung der aktuellen iMac-Modelle als Zeichen dafür, dass Apple-Chef Steve Jobs auf seiner Eröffnungsrede zur MacWorld Expo in New York am morgigen Mittwoch neue Rechner vorstellen wird. Der Branchendienst BusinessWire will sogar bereits wissen, was Jobs im Gepäck hat: Einen neuen iMac mit dem Grafikchip Rage 4XL von ATI sowie zwei neue Power Mac G4, wahlweise mit Rage 128 Pro oder dem neuen ATI-Flaggschiff Radeon. Vielleicht überrascht Jobs die Fachwelt aber auch mit einem Rechner in der Farbe "Ice" – in einem kubischen Gehäuse, ganz so wie seinerzeit der erste Rechner der Firma Next, gegründet von Steve Jobs und später von Apple aufgekauft. (adb)