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Apple kauft CPU-Schmiede

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Im c't-Prozessorflüsterer wurde es bereits geahnt, nun liefert Apple Details: Für 121 Millionen US-Dollar (92 Millionen Euro) kauft das Unternehmen die CPU-Schmiede Intrinsity aus Austin im US-Bundesstaat Texas. Nach P.A. Semi verleibt sich Apple damit einen zweiten CPU-Hersteller ein.

Intrinsity stammt von der Firma Exponential Technology ab; dort war Apple Hauptinvestor. Es kursieren Gerüchte, denen zufolge im iPad-Prozessor A4 Intrinsity-Know-how steckt. Dafür spricht, dass Intrinsity unter anderem Samsungs Netbook-CPU Hummingbird mitentwickelt hat, in der ein ARM-Kern (Cortex A8) steckt und der mit 1,0 GHz läuft. Dieselbe Taktfrequenz nutzt auch der A4. Zuvor hatte Intrinsity auch mit MIPS-Kernen gearbeitet und ATI bei Grafikchips ausgeholfen.

Kleine CPU-Firmen, die sich mit ARM-Kernen auskennen, sind derzeit anscheinend beliebt. So hatte erst kürzlich Google Agnilux und damit P.A.-Semi-Mitarbeiter übernommen. Seitdem wird darüber spekuliert, was Google mit dem CPU-Know-how plant. Neben Server-Prozessoren sind auch Handy-SoCs im Gespräch. (bbe)