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Apple kommt mit Independent Labels voran

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Während Apple bei seinem Online-Musikshop iTunes Music Store einen Erfolg nach dem anderen bejubelt, gab es zumindest nach dem Start der europäischen Version des kommerziellen Musikdienstes auch Kritik am Umfang des Angebots. Wenn auch Apple mit seinem Online-Musikdienst den Majors vorzumachen scheint, wie man mit Musik im Internet Geld verdienen kann, so blieben doch in Europa die Independent Labels weitgehend außen vor. Dies soll sich durch separate Vereinbarungen mit den Indies nach und nach ändern, versprach das Apple-Management -- mit drei der größten Indies (Beggars Group, Sanctuary Records Group, V2) konnten nun Vereinbarungen getroffen werden.

Die angeblich "Dutzende Independent Labels" machten sich zum Start von iTunes Music Store in Europa rar: "Die europäischen iTunes-Stores sind ohne Inhalte hiesiger Indies an den Start gegangen", sagte Stephan Benn, Justiziar des deutschen Verbandes unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten (VUT) damals. Selbst die Independents, die bereits mit iTunes USA einen Vertrag haben, hätten diesen nicht auf Europa ausgedehnt, so Benn weiter, "die Gespräche scheiterten an der mangelnden Verhandlungsbereitschaft Apples." Mit den drei neuen Labels soll nun aber erst der Anfang gemacht sein, die Indies in Apples Musikangebot einzubeziehen: Man plane, das Angebot im iTunes Music Store bald mit weiteren Independent Labels zu erweitern, betonte Apple-Chef Steve Jobs.

Joe Cokell, CEO der Sanctuary Records Group, erklärte, die nun getroffene Vereinbarung umfasse nicht nur Neuveröffentlichungen, sondern gelte auch für "alte Klassiker von Bob Marley, Black Sabbath oder den Sex Pistols". Bei Sanctuary veröffentlichten auch Bands und Künstler wie Allman Brothers, Bad Company, Emerson, Lake & Palmer, The Fall oder Luciano Pavarotti Alben. Bei Beggars sind unter anderem Bauhaus, John Cale, Dr. John, Ramones zu finden; und bei V2 gibt es beispielsweise Crystal Method, White Stripes oder Carla Bruni. (jk)