Apple pflanzt Intels neue Quad-Core-CPUs in Mac Pro und Xserve ein [Update]

Die Workstations bringen nun standardmäßig acht Prozessorkerne sowie eine für Apple neue Chipsatzarchitektur mit und lassen sich auf bis zu 32 GByte Hauptspeicher aufrüsten.

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Während Intel gestern neue Desktop-PC- und Notebook-Prozessoren vorgestellt hat, setzt Apple auf die bereits Ende 2007 eingeführten, Multiprozessor-tauglichen Xeon-5400-Versionen in 45-Nanometer-Bauweise. Sie halten zusammen mit dem Seaburg-Chipsatz (5400) Einzug in Apples Desktop-Workstations und Server. Die Standardversion des Mac Pro hat nun acht Prozessorkerne und lässt sich auf 32 GByte RAM aufrüsten. Man bekommt sie zum Preis von 2500 Euro mit 2,8 GHz CPU-Taktfrequenz, wahlweise aber auch mit 3,0 oder 3,2 GHz sowie 12 MByte L2-Cache (2 × 6 MByte) pro CPU.

Update: Es steht auch eine Konfiguration mit einem Vierkernprozessor mit 2,8 GHz zur Auswahl. Zu der neuen Architektur der Doppel-CPU-Maschinen gehören auch zwei unabhängige FSB1600-Frontsidebusse. Über sie erreichen die acht Kerne der zwei Prozessoren den Hauptspeicher, bei dem Apple auf PC2-6400F-DIMMs setzt (800 MHz, DDR2, ECC, Fully-Buffered-DIMMs) an. Laut Apple ist der neue Mac Pro zum Teil doppelt so schnell wie das Vorgängermodell.

Für die vier SATA-Einschübe stehen Festplatten mit jeweils maximal 1 Terabyte zur Verfügung. Serienmäßig verbaut Apple als Grafikkarte eine (eher gemächliche) ATI Radeon HD 2600 XT mit 256 MByte Videospeicher, optional sind Nvidias GeForce 8800 GT (512 MByte Videospeicher) oder Quadro FX 5600 (1,5 GByte) erhältlich. Der 5400-Chipsatz unterstützt bei den PEG-Ports bereits PCIe 2.0. Insgesamt lassen sich bis zu vier Grafikkarten einbauen und damit bis zu acht 30-Zoll-Displays gleichzeitig ansteuern.

Es bleibt bei fünf USB-2.0-Ports, zwei FireWire-400- und zwei FireWire-800-Anschlüssen, optischen und analogen Audio-Ein- und Ausgängen, zweimal Gigabit-Ethernet und einem Kopfhörerausgang. Neu im Lieferumfang ist Bluetooth 2.0+EDR und die dünne Aluminium-Tastatur.

Apple hat auch seinen Xserves die neue Architektur mit PCI-Express-2.0-Steckplätzen und den neuen Xeon-CPUs spendiert, allerdings mit maximal 3 GHz. Die interne Grafik wurde ebenfalls verbessert, an der Front eine USB-Buchse eingeführt. Der für die Rack-Montage vorgesehene 1-HE-Server beinhaltet eine Lizenz von Mac OS X Server Leopard für eine unbeschränkte Anzahl an Clients (nicht im Lieferumfang) und kostet in der Standardversion 2900 Euro. Darin enthalten sind ein Quad-Core-Xeon-Prozessor mit 2,8 GHz, 12 MByte L2-Cache und FSB1600, 2 GByte RAM, eine SATA-Festplatte mit 80 GByte, Dual-Gigabit-Ethernet, interne Grafik, zwei Mal FireWire 800 und drei Mal USB 2.0. Ein zweiter Quad-Core-Xeon kostet beim Xserve extra. (jes)