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Apple soll Infineon für UMTS-Probleme beim iPhone verantwortlich machen

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Die unzähligen Beschwerden auch in Apples eigenen Support-Foren über UMTS-Probleme beim iPhone verhallen in der Konzernzentrale wohl doch nicht ganz ungehört: Nun schiebt auch Apple selbst die gehäuft auftretenden Anrufabbrüche beim neuen iPhone auf ein Bauteil des deutschen Chipherstellers Infineon. Apple glaube, die Probleme hätten mit einem speziell für das Telefon entwickelten 3G- Chip der Deutschen zu tun, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem Wall Street Journal. Infineon lehnte auf Anfrage von dpa einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Ein Sprecher von Infineon verwies aber gegenüber der Zeitung darauf, dass eigene 3G-Chips in Handys von Samsung problemlos im Einsatz seien. Apple nutze vermutlich aber einen speziell angefertigten Prozessor, sagte Ken Dulaney, Analyst von Gartner, Wall Street Journal. Dass Apple keinen Standard-Chip, sondern eine Spezialanfertigung einsetzt, sei möglicherweise der Grund für die aufgetretenen Anrufabbrüche. Bereits zuvor hatte Richard Windsor, Analyst bei Nomura Securities, unausgereifte UMTS-Module oder Protokollstacks für die Probleme verantwortlich gemacht. Schwedens Ny Teknik hatte als Grund auch eine bei manchen Exemplaren zu geringe Eingangsempfindlichkeit angegeben; sie liege unterhalb der 3G-Spezifikation und trete vereinzelt wegen Mängeln bei der Massenfertigung auf. Höchstwahrscheinlich liege eine fehlerhafte oder unzureichende Justierung zwischen Antenne und Verstärker vor.

Unterdessen arbeitet Apple daran, den Fehler mit einem Firmware-Update zu beheben, hieß es. Wie häufig die Anrufabbrüche auftreten, ist unbekannt. In verschiedenen Nutzerforen im Internet hatten sich iPhone-Besitzer vor allem in den USA und den Niederlanden über abgebrochene Gespräche und eine schlechte Internet-Verbindung beschwert.

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(jk)