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Apple startet iPhone-Verkauf

Ab heute wird das iPhone in den US-Läden von Apple und AT&T angeboten.

Heute um 18 Uhr (lokaler Zeit des jeweiligen Shops in den USA) beginnt Apple mit dem Verkauf des iPhone in den USA. Lange Schlangen sind vorhergesagt, obwohl Apple Gerüchten zufolge Millionen Geräte vorproduzieren ließ. Das iPhone wird nur in Apples Ladenkette, über die Mobilfunksparte von AT&T (vormals Cingular) sowie im Apple Online Store verkauft.

Vorab konnten einige ausgewählte US-Journalisten, so etwa vom Wall Street Journal und der New York Times, das iPhone bereits testen. Im Großen und Ganzen bescheinigen die Tester dem Apple-Smartphone ein überlegenes Bedienkonzept in puncto Multimedia und Internet, kritisieren aber auch einiges, etwa die Zeicheneingabe via Touchscreen und die im Vergleich zu CDMA lahme EDGE-Verbindung.

Der Hype um das iPhone wurde in den vergangenen Monaten kräftig geschürt. Der Grund für den Medienwirbel dürfte nicht nur gewesen sein, dass Apple generell als Trendsetter gilt. Der Hersteller aus dem kalifornischen Cupertino scheint einen Nerv getroffen zu haben, denn die meisten heutigen Handys sind eben nicht das, was sie sein könnten – echte Multimedia- und Kommunikationszentralen in unseren Taschen, deren Nutzung jedem leicht fällt und Spaß macht. Man braucht nur den durchschnittlichen Handy-User auf der Straße zu befragen, wie viele Funktionen er an seinem technisch hochgerüsteten Gerät tatsächlich verwendet.

Apple pokert hoch und läuft Gefahr, im Hype zu ertrinken, sollte das Produkt die Erwartungen enttäuschen. Denn billig ist das iPhone plus Vertrag nicht. Die AT&T-Tarife mit Daten-Flatrate beginnen bei 60 US-Dollar im Monat. Hinzu kommt eine Aktivierungsgebühr plus Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Macht allein für den Netzbetreiber mehr als 1400 Dollar. Immerhin können Käufer, die bereits AT&T-Kunden sind, auch aus anderen Tarifen wählen. Da das iPhone mit einem SIMlock belegt ist, nimmt es aber keine Telefonkarten anderer Provider an. US-Medien spekulieren, dass Apple auch einen Teil der monatlichen Beiträge kassiert und damit nicht nur an den 500 oder 600 Dollar verdient, die je nach Speichergröße für die iPhone-Hardware verlangt werden.

Siehe dazu auch in Technology Review:

(dal)

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