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Apple stellt Kauf-Update für 802.11n-WLAN bereit

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Alle aktuellen Apple-Rechner mit Core-2-Duo-Prozessor (mit Ausnahme des 17-Zoll-iMacs mit 1,83 GHz) und die Mac-Pro-Modelle mit der optionalen AirPort-Karte bringen hardwareseits bereits die Fähigkeiten für WLAN nach dem bisher nur als Draft existierenden Funknetzwerkmodus 802.11n mit. Mit der nun bereitgestellten, 1,95 Euro teuren Software können Besitzer dieser Macs das schnellere WLAN freischalten. In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass Apple erstmals Geld für solch ein Update verlangt — aus börsenrechtlichen Gründen, erklärte Apple dazu.

802.11n soll mit bis zu 40 MHz breiten Funkkanälen, OFDM und MIMO brutto bis zu 540 MBit/s übertragen. Da sich die Einigung auf den Standard schon mehrere Jahre hinzieht, sind die Hardwarehersteller ungeduldig geworden und werfen proprietäre Vorläuferprodukte auf den Markt (so gennantes Draft-N). Derzeit ist bei der IEEE die Entwurfsfassung 1.10 für 802.11n aktuell; im März will die Wifi Alliance ihr Prüfprogramm zur Zertifizierung von Draft-N-WLAN-Produkten aufnehmen. Mit der gegenseitigen Kompatibilität der Draft-N-Geräte einzelner Hersteller sah es in der Vergangenheit eher schlecht aus.

Wer sich eine der neuen AirPort-Extreme-Basisstationen kaufen will, braucht den AirPort Extreme 802.11n Enabler nicht zu erweben, denn dieser liegt dem Router bei. Apple weist in seinen Erläuterungen zu dem Produkt darauf hin, dass man vor dem Kauf mit Hilfe des Netzwerk-Dienstprogramms überprüfen sollte, ob sich unter Schnittstellen-Informationen der Eintrag "(802.11a/b/g/n)" befindet. Dann ist der Mac bereits n-Draft-fähig. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass alle hardwaremäßig dazu fähigen Macs demnächst mit der n-Freischaltung verkauft werden.

Den Enabler findet man im deutschen Apple-Store unter Mac Zubehör/Software/Apple. Nach dem Bezahlen erhält der Käufer eine URL, von wo aus er die Software laden kann. (jes)

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