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Apple versus Samsung: Wurden Bilder manipuliert?

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Vor einem niederländischen Gericht in Den Haag hat Apple ein Einfuhr- und Vertriebsverbot für alle Samsung-Galaxy-Produkte beantragt. In den Unterlagen, welche angeblich die Ähnlichkeit zwischen einem iPhone und dem Samsung Galaxy S belegen, soll es nur einen direkten Vergleich der beiden Geräte in einem Bild geben, wie das niederländische WebWereld.nl meldet. In der Klageschrift, die man nur am Gericht in Den Haag einsehen darf, fand WebWereld Hinweise auf ein "Photoshop-Disaster". In dem Beweisbild soll das Samsung-Gerät nicht im korrekten Maßstab beziehungsweise Seitenverhältnis dargestellt werden, weshalb das eigentlich längere Samsung-Smartphone eine größere Ähnlichkeit zum iPhone aufweist.

Obendrein soll das in dem Bild gezeigte iPhone nicht dem aktuellen Modell von Apple entsprechen, sondern scheint unter anderem wegen der runderen Ecken eine große Ähnlichkeit mit dem iPhone 3G aufzuweisen. Dieses Modell wird seit 2009 nicht mehr hergestellt. Das Samsung Galaxy S ist tatsächlich breiter und größer als das Apple iPhone 3G. Schriftlich bestätigt Apple in der Klageschrift auch, das Galaxy S habe "etwas größere Maße".

Der niederländische Rechtsanwalt und Spezialist für IT und Immaterialgüterrechte, Mark Krul, äußerte sich dem Standard.at gegenüber erstaunt über die Aufdeckungen; es sei überraschend, dass bereits zum zweiten Mal gefälschte fotografische Bildnachweise von Samsungs Produkten auftauchten. Dies würde Apples Glaubwürdigkeit untergraben. Vor einigen Tagen hatte Webwereld bereits über ähnliche Bildmanipulationen in einer Apple-Klageschrift für ein deutsches Gericht berichtet. (uh)