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Apples Bildschirmtricks beim iPhone 6 Plus

Bei iPhone 6 und 6 Plus wendet Apple geschickte Kniffe an, um die höheren Bildschirmauflösungen zu realisieren. Das iPhone 6 Plus fällt wegen seiner "Standard-Auflösung" Full-HD allerdings aus dem bisherigen Raster, weshalb hier zusätzlich getrickst wird.

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Größenvergleich: iPhone 6 Plus, iPhone 6, iPhone 5S

(Bild: c't)

Das iPhone 6 Plus ist nicht nur Apples erstes Phablet mit Riesenbildschirm, sondern auch das erste iPhone, das keine Apple-spezifische Auflösung hat: Sein Panel zeigt Full-HD-Auflösung, die man auch von etlichen anderen Smartphones kennt. Um die Full-HD-Auflösung in Einklang mit den bisherigen speziellen Auflösungen zu bringen, musste Apple unter der Haube tricksen: Der Bildschirminhalt des iPhone 6 Plus wird zunächst in einer etwas höheren Auflösung gerendert (1242 × 2208) und diese danach herunterskaliert, um zur Auflösung des Bildschirms (1080 × 1920) zu passen.

Sichtbare Auswirkungen hat diese Skalierung nicht: Nach demselben Prinzip funktioniert auch eine einfache Form des Anti-Aliasing in 3D-Spielen (Full Screen Anti Aliasing, FSAA), zudem sind die einzelnen Pixel des hochauflösenden Bildschirms zu klein. Bei den Retina-MacBooks verfährt Mac OS X übrigens identisch, um Bildschirminhalte mit feinen Details darzustellen. Spielehersteller müssen zudem nicht befürchten, dass es unnötige Performance-Einbußen gibt: Nutzt der Hersteller die neue Metal-Schnittstelle, so kann er den Bildschirm ohne Skalierung direkt in nativer Full-HD-Auflösung ansprechen.

Ausführliche Details zu dem, was unter der Haube abgeht, liefert ein Hintergrund-Artikel von c't online – und ganz nebenbei auch die Erklärung, wie Apple den mit iPhone 6 und 6 Plus eingeführten Anzeigezoom realisiert:

(mue)

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