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Apples Quartalsergebnis weit über den Erwartungen

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Bereits vor der Bekanntgabe der Zahlen für das vergangene vierte Quartal konnte Apple sich in der Nachricht sonnen, der iPod beanspruche laut Marktforschern 92,1 Prozent des US-Markts für portable Player mit Festplatte für sich. Nun ist auch die Katze mit den aboluten Zahlen aus dem Sack: Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Jahresviertel 2,016 Millionen iPods ausliefern gegenüber 336.000 im vierten Quartal 2003. Allein in dieser Sparte machte Apple 537 Millionen US-Dollar Umsatz. Außerdem verkaufte Apple mit 836.000 Rechner 6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.

So konnte Apple seinen Umsatz um 37 Prozent auf 2,35 Milliarden US-Dollar steigern. Der Nettogewinn stieg mit 106 Millionen US-Dollar oder 26 Cent je Aktie erstmals seit vier Jahren wieder über die 100-Millionen-Dollar-Grenze. Im vierten Quartal 2004 konnte Apple 44 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen schreiben. Ohne nachsteuerliche Umstrukturierungsbelastungen hätte der Nettogewinn nun 110 Millionen US-Dollar oder 27 Cent je Aktie betragen. Analysten waren von 18 Cent Gewinn je Aktie ausgegangen.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Apple 8,28 Milliarden US-Dollar Umsatz bei einem Nettogewinn von 276 Millionen US-Dollar. Vergangenes Geschäftsjahr hatte das Unternehmen noch 6,21 Milliarden US-Dollar umgesetzt und 69 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen geschrieben.

Nach Produktsparten aufgeschlüsselt zeigt sich, dass die Zeit für einen neuen iMac, der Ende August vorgestellt wurde, wohl reif ist. Zusammen mit dem eMac wurden im vergangenen Quartal 229.000 Stück ausgeliefert und somit 9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch bei den Power Macs inklusive Xserve-Produktlinie gingen die Auslieferungen zurück, nämlich nach Stückzahlen um 29 Prozent gegenüber dem vierten Geschäftsquartal des Vorjahres auf 156.000. Wachstum verzeichnet Apple hingegen bei seinen tragbaren Computern: 238.000 ausgelieferte iBooks bedeuten eine Steigerung um 74 Prozent und 213.000 PowerBooks eine um 21 Prozent.

Die Sparte Other Music Products, die den iTunes Music Store sowie iPod-Zubehör und -Dienste zusammenfasst, erwirtschaftete 98 Millionen US-Dollar Umsatz und damit 600 Prozent mehr als im vierten Quartal 2003. Mit Software setzte Apple 213 Millionen US-Dollar um, also 24 Prozent mehr als vor einem Jahr, und mit Peripheriegeräten 271 Millionen US-Dollar (plus 24 Prozent).

Steve Jobs zeigt sich ob der Zahlen begeistert. "Wir haben den höchsten Umsatz in einem Schlussquartal seit neun Jahren erzielt", sagte er laut einer Mitteilung. Der neue iMac G5 werde gut aufgenommen und einen glänzenden Start erleben. Auf dieser Euphoriewelle schwimmt Apples Finanzchef Peter Oppenheimer mit, denn er prognostiziert für das laufende Weihnachtsquartal 2,8 Milliarden bis 2,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 39 bis 42 Cent.

An der New Yorker Börse schwang sich das Apple-Papier gestern bis Börsenschluss auf 39,75 US-Dollar. Am Vortag hatte die Aktie 1,46 US-Dollar niedriger abgeschlossen. Nachbörslich legte das Papier auf etwa 42 US-Dollar zu.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Apple in US-Dollar
(Das Geschäftsjahr beginnt jeweils zum Oktober.)

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 2.340 Mio. 183 Mio.
2/00 1.940 Mio. 233 Mio.
3/00 1.820 Mio. 203 Mio.
4/00 1.870 Mio. 170 Mio.
1/01 1.000 Mio. -195 Mio.
2/01 1.430 Mio. 40 Mio.
3/01 1.480 Mio. 61 Mio.
4/01 1.450 Mio. 66 Mio.
1/02 1.380 Mio. 38 Mio.
2/02 1.500 Mio. 40 Mio.
3/02 1.430 Mio. 32 Mio.
4/02 1.440 Mio. -45 Mio.
1/03 1.470 Mio. -8 Mio.
2/03 1.475 Mio. 14 Mio.
3/03 1.545 Mio. 19 Mio.
4/03 1.715 Mio. 44 Mio.
1/04 2.006 Mio. 63 Mio.
2/04 1.909 Mio. 46 Mio.
3/04 2.014 Mio. 61 Mio.
4/04 2.350 Mio. 106 Mio.