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Arabische Welt beklagt nächsten Ausfall eines Glasfaser-Backbones

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Der Nahe Osten ist erneut vom Ausfall eines Glasfaser-Backbones betroffen. Zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sei es am Freitag zu einer Beschädigung eines zwischen beiden Ländern verlegten Seekabels gekommen, bestätigte ein Sprecher der Betreiberfirma Etisalat gegenüber der arabischen Zeitung Khaleej Times. Den Angaben zufolge wurde das etwa 200 Kilometer lange Kabel aber nicht durchtrennt. Vielmehr soll es Probleme mit der Stromversorgung geben. Der Telekommunikationsanbieter Qtel aus Katar berichtet von Kapazitätseinbußen von rund 40 Prozent am Wochenende. Die Reparaturarbeiten würden einige Tage in Anspruch nehmen, heißt es.

Damit sind nun insgesamt vier Unterseekabel in der Region beschädigt. Am Mittwoch vergangener Woche kam es zur Durchtrennung der beiden Seekabel FLAG Europe Asia und SEA-ME-WE 4 vor der ägyptischen Küste. Kurz darauf meldete die Flag Telecom Group, dass auch das FALCON-Kabel vor Dubai gerissen sei. Empfindliche Störungen im Internet- und Telefonverkehr waren die Folge, die sich auch in Indien manifestierten.

Ägypten erklärte unterdessen, eine Durchtrennung der beiden großen Europa-Asien-Kabel durch ankernde Schiffe vor Alexandria sei unwahrscheinlich. In den zwölf Stunden vor und nach dem Auftreten des Internetausfalls sei kein Schiff in der Nähe der Kabel gewesen, teilte das ägyptische Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie mit. Dies hätten umfangreiche Untersuchungen ergeben. Das Gebiet mit den Kabeltrassen sei offizielles Sperrgebiet. Die verfügbare Bandbreite soll in Ägypten inzwischen wieder bei 80 Prozent des Normalwerts liegen.

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(flo)

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