Arbeitsbedingungen bei Jamba im Visier der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft bemängelt, dass große Teile der Belegschaft der Klingelton-Firma als Praktikanten angestellt seien. Nur eine Minderheit habe reguläre Arbeitsverträge, die meist nur auf kurze Zeit befristet seien.

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Vertreter der Gewerkschaft connex-av haben bereits Ende September vor den Türen der Klingelton-Firma Jamba Flugblätter an die Mitarbeiter verteilt. "Gründet jetzt einen Betriebsrat!", hieß es darin. "Ein Betriebsrat führt zu einer Demokratisierung des Unternehmens. Das Gremium greift die Interessen der Beschäftigten auf und bringt sie in die Planungen der Geschäftsleitung ein." Die Gewerkschaft bemängelt, dass große Teile der Belegschaft als Praktikanten angestellt seien. Nur eine Minderheit habe reguläre Arbeitsverträge, die meist nur auf kurze Zeit befristet seien.

Jamba ist New Economy pur; die Gebrüder Samwer sind so etwas wie das "Dreamteam" der New Economy. Die Synthese aus altem Geld und neuen Ideen funktionierte bisher sehr gut -- nicht nur nach Ansicht der Gewerkschaft aber auf dem Rücken der Belegschaft. Die Übernahme des Klingelton-Portals durch VeriSign hatte 273 Millionen US-Dollar in die Taschen der Eigentümer gespült. Doch jetzt taucht eine bekannte Begleiterscheinung ökonomischer Erfolge auf: Die Mitarbeiter merken, dass sie nicht viel davon haben. Und ehemalige Angestellte, die meinen schlecht behandelt worden zu sein, plaudern aus dem Nähkästchen.

Mehr dazu in Telepolis: (anw)