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Arbeitsmarkt: Spiele-Firmen beschäftigen in Deutschland 12.000 Menschen

Entwickler und Publisher von Videospielen stellen in Deutschland 12.000 Menschen an – 17.000 weitere hängen indirekt an der Spiele-Branche.

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Gamescom 2014

(Bild: dpa, Henning Kaiser)

Die deutsche Games-Branche beschäftigt 2018 rund 500 mehr Menschen als im Vorjahr. Das geht aus einer Mitteilung des Branchenverbands game hervor. Stand Mai 2018 waren 11.705 Menschen bei insgesamt 524 Spiele-Entwicklern und -Publishern angestellt, 2017 waren es 11.140 bei 521 Unternehmen. Der positive Trend trügt ein wenig: 2015 und 2016 gab es bei den Spielefirmen sogar fast 13.000 Arbeitsplätze. Nun erholt sich der Markt also langsam wieder.

Die Zahl der Beschäftigten im Lauf der vergangenen Jahre.

(Bild: game)

Neben den direkt Beschäftigten zählt der Branchenverband game auch die Stellen, die in Deutschland indirekt durch die Spiele-Branche entstehen – dazu zählen etwa Journalisten, Wissenschaftler und Fachverkäufer. Deren Anzahl ist seit 2017 unverändert bei etwa 17.000 geblieben.

Die meisten Spiele-Firmen entwickeln Games, verhältnismäßig wenige sind Publisher.

(Bild: game)

Die Zahlen sind etwas ernüchternd: Der deutsche Spiele-Markt wächst seit Jahren, 2017 machte er 3,3 Milliarden Euro Umsatz. Dass sich das nicht in den Angestelltenzahlen bemerkbar macht, bedauert Felix Falk, der Geschäftsführer des game: "Während der Games-Markt über die vergangenen Jahre insgesamt stark zulegen konnte, bildet sich diese Entwicklung in der deutschen Games-Branche weder bei der Zahl der Beschäftigten noch bei den Unternehmen ab."

Falk sieht "die Volatilität der Games-Branche in Deutschland bei gleichzeitiger hoher Dynamik des globalen Marktes" als Grund für die stagnierenden Zahlen. Um Deutschland als Digital-Standort von der internationalen Entwicklung profitieren zu lassen, brauche es zügig eine Förderung von der Bundesregierung. Der Branchenverband fordert diese Förderung nicht zum ersten Mal ein, er wünscht sich 50 Millionen vom Staat. (dahe)