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Arbeitsplätze bei Intel in Gefahr

Intel will einen Teil seiner Funkchip-Sparte an Apple verkaufen. Nun sucht der Konzern "Vermittlungsmöglichkeiten" für weitere Mitarbeiter des Bereichs.

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Nicht alle Funkchip-Entwickler von Intel sollen zu Apple wechseln.

(Bild: photobyphm/Shutterstock.com)

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Intel will nach dem geplanten Verkauf seines Smartphone-Modem-Geschäfts an Apple offenbar Jobs abbauen. Einem Intel-Sprecher zufolge gibt es nur für "rund 70 Prozent" der Angestellten der Communication and Devices Group (CDG) eine klare Perspektive – sie wechseln entweder zu Apple oder bleiben bei dem Chiphersteller. "Wir suchen weiterhin Vermittlungsmöglichkeiten für die restlichen Angestellten, sowohl intern als auch extern", erklärte der Sprecher. Rund 30 Prozent der CDG-Mitarbeiter müssen also offenbar um ihren Job fürchten.

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Rückfragen zu dem Thema ließ Intel unbeantwortet. Auch die Gesamtzahl der Angestellten der Funkchipsparte CDG wollte der Konzern nicht verraten. Der Bereich entstand 2011 durch die Übernahme von rund 3500 Entwicklern von Infineon, später war dann von rund 4000 Mitarbeitern die Rede, davon 1700 in Deutschland. Einer anderen Quelle zufolge (PDF) hatte die CDG vor einigen Jahren sogar über 7000 Mitarbeiter weltweit. Der Bereich wurde mehrfach umstrukturiert, daher sind die Angaben kaum miteinander vergleichbar.

Von einem Jobabbau wären wohl auch deutsche Intel-Mitarbeiter betroffen. Unternehmenskreisen zufolge sprechen der Betriebsrat und das Management bereits über einen Sozialplan. Weder die Arbeitnehmervertreter noch das Unternehmen wollten sich auf Anfrage dazu äußern.

Gefährdet sein dürften vor allem Stellen an den Intel-Standorten in Nürnberg und Duisburg. In Nürnberg arbeiten laut Intel rund 300 Funkchip-Experten, in Duisburg sind es nach Informationen von heise online ähnlich viele. Intel erklärte dazu lediglich, dass Apple in Deutschland voraussichtlich nur den Münchner CDG-Standort übernehmen werde. Nürnberg und Duisburg sind also nicht Teil des geplanten Verkaufs.

Intel hatte im Juli angekündigt, seinen Smartphone-Modem-Bereich für eine Milliarde US-Dollar an Apple zu verkaufen. Bis Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen sein. Rund 2200 Intel-Angestellte sollen dann zum iPhone-Konzern wechseln. Intel wird "die Option behalten", weiterhin Funkchips für PCs, autonome Autos und das Internet der Dinge zu entwickeln. (cwo)