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Arcor startet Angebot für Video-on-Demand

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Bei Arcor Online hat man ab sofort die Möglichkeit, Filme aus einer Online-Videothek abzurufen. Die Anmeldung zu diesem Dienst erfolgt kostenlos auf der Website des Unternehmens und ist jedem Internetnutzer möglich, unabhängig vom Provider.

Aktuell sind bei nach Angaben von Arcor 100 Filme online verfügbar, bis zum Jahresende soll die Auswahl bereits auf rund 400 Filme wachsen. Bis Mitte nächsten Jahres verspricht Arcor seinen Kunden ein Filmangebot, das dem einer großen Videothek entspricht -- einschließlich FSK-18-Titel. Um dieses Angebot nutzen zu können, muss sich der Kunde über das "Post-Ident"-Verfahren der Deutschen Post AG identifizieren. Mit diesem einfachen Verfahren werden nach Ansicht von Acor die deutschen Jugendschutzbestimmungen erfüllt.

Jeder Film hat eine "Ausleihfrist" von 24 Stunden, innerhalb der der Film beliebig häufig angeschaut werden kann, danach ist die Wiedergabe nicht mehr möglich -- Digital Rights Management macht es möglich. Zum Einsatz kommt dafür Windows Media Video und passend dazu der Windows Media Player, sodass auch eine Wiedergabe auf einem fremden Rechner unterbunden werden dürfte. Immerhin sollen Infos und kostenlose Trailer dem Kunden helfen, nicht den falschen Film auszuwählen.

Vor dem eigentlichen Download führt Acor einen Systemcheck durch, der dem Benutzer den frühestmöglichen Zeitpunkt für den Filmstart anzeigt und darüber informiert, wann der Download voraussichtlich abgeschlossen sein wird. Über den erfolgreichen Abschluss des Downloads kann sich der Kunde zudem über SMS informieren lassen. Auch Acor ist aber der Meinung, dass für die "optimale Nutzung der Online-Videothek" ein DSL-Anschluss erforderlich ist. Bei abgebrochenen Downloads soll der integrierte Download-Manager wieder an der Abbruchstelle einsetzen.

Bezahlt werden die Filme aus der so genannten "Kleingeldbörse", eine monatliche Grundgebühr oder Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Ein normaler Spielfilm soll bei einer Mietdauer von 24 Stunden 3,50 Euro kosten. Die Bitrate der Filme beträgt laut Arcor 509 kbit/s, ihre Qualität oberhalb von VHS.

Thomas Götz, Sprecher der Geschäftsleitung der Arcor Online GmbH, sieht gute Chancen für das Projekt: "Mit Video-on-Demand ist uns im Bereich Breitbandanwendung der Durchbruch gelungen; seit langem wird das Thema diskutiert, wir haben es realisiert", meinte Götz. (nij)