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Arduino-Boards: Neues Design soll Fälschungen erschweren

Nachbauten der Mikrocontroller-Plattform bleiben erlaubt, Fälschungen, die vorgaukeln, es handle sich um das italienische Original, verstoßen hingegen gegen Markenrechte der Herstellerfirma. Die will nun verstärkt gegen die Verbrauchertäuschung vorgehen.

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(Bild: Arduino)

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Die beliebten Arduino-Boards sollen ein neues Design erhalten, damit Fälschungen besser erkannt werden können. Technisch ändert sich nichts an den bestehenden Modellen. Dies gab die Herstellerfirma in ihrem Blog bekannt und bezog sich dabei auf einen älteren ausführlichen Blogbeitrag von Arduino-Erfinder Massimo Banzi.

Mit neuer Farbe rückt Arduino illegalen Fälschungen zu Leibe.

(Bild: Arduino)

Die einsteigerfreundliche Entwicklungsplattform gilt als eines der ersten Open-Hardware-Projekte. Das Hardware-Design ist öffentlich zugänglich; es steht jedermann frei, seine eigene Version herzustellen. Nicht im Sinne des Erfinders sei es hingegen, wenn Dritte aus reinem Profitinteresse Nachbauten herstellten und dabei so täten, als seien es Originale.

Die Unterseite des neu designten Arduino-Boards ist nur noch zur Hälfte weiß gefärbt, ein feiner Schriftzug auf der grünen Hälfte soll Fälschungen leichter erkennbar machen.

(Bild: Arduino)

Die Marke, bestehend aus dem Logo und Grafiken auf den Boards, sind seit jeher geschützt. Damit Kunden künftig die Originale besser von Fälschungen unterscheiden können, sollen noch feinere Grafiken aufgedruckt werden. Die Farbe der neuen Boards ist nicht mehr Blau, sondern grün, die Unterseite nur noch zur Hälfte in Weiß gehalten. Die Beschriftung ist künftig Weiß auf dem grünen Platinengrund. Auf einer eigenen Webseite stellt Arduino Details zum Erkennen von Fälschungen zur Verfügung.

Käufer von Fälschungen laufen unter anderem Gefahr, dass nicht nur das Board gefälscht sein könnte, sondern auch darauf befindliche Chips. Setzten die Hersteller der Originale zur Gegenwehr an, kann dies die Fälschungen unbrauchbar machen. Erst vor wenigen Tagen hatte beispielsweise der Hersteller eines verbreiteten USB-Seriell-Wandlers FTDI einen Treiber in Umlauf gebracht, der Fälschungen erkennt und unbrauchbar macht. Nach heftigen Protesten hat TFDI den Rache-Treiber aber wieder zurückgezogen. (tig)