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Ariane 5: Panne beim Aussetzen zweier Satelliten

Schrecksekunde nach dem Start einer Ariane-5-Rakete: Ein Kommunikationsproblem verhinderte das planmäßige Aussetzen zweier Satelliten im All. Der Zielorbit soll trotzdem erreicht werden.

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Ariane 5: Panne beim Aussetzen zweier Satelitten

(Bild: Airbus Defence and Space)

Eine Kommunikationspanne sorgte beim ersten Start einer europäischen Ariane-5-Rakete in diesem Jahr dafür, dass zwei Satelliten nicht wie geplant ausgesetzt werden konnten. Der Kontakt zur Trägerrakete sei wenige Sekunden nach Zündung der oberen Stufe abgebrochen, erklärte der Chef von Arianespace, Stéphane Israël. Nachdem die Verbindung wiederhergestellt war, konnten die Satelliten in eine Umlaufbahn gebracht werden. Das Unternehmen hofft nun, dass die Satelliten mit ihren eigenen Antrieben an die richtige Position gebracht werden können.

Die Ariane 5 war am Donnerstagabend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana in Südamerika gestartet. Wenige Minuten später brach der Funkkontakt ab. Beide Satelliten konnten jedoch von den Bodenstationen geortet werden. Den Zielorbit hatten die Satelliten allerdings nicht erreicht.

Der Satellitenbetreiber SES hofft nun, dass sein Satellit SES-14 mit seinen eigenen Triebwerken an die gewünschte Position gebracht werden kann. Derzeit arbeite man an einem entsprechenden Plan. "SES-14 würde den geostationären Orbit damit nur vier Wochen später erreichen als ursprünglich geplant", teilte das Unternehmen mit. Der Satellit selbst sei unbeschädigt, die geplante Lebenszeit sei nicht gefährdet. Der zweite Kommunikationssatellit Al Yah 3 gehört dem Betreiber Yahsat aus Abu Dhabi.

Angedockt an der SES-14 war die NASA-Sonde Gold (Global-scale Observations of the Limb and Disk). Die Sonde im Format eines kleinen Kühlschrank ist die erste NASA-Sonde, die als bezahlte Fracht auf einem kommerziellen Satelliten mitfliegt. Die Sonde soll in etwa 35.000 Kilometer Höhe untersuchen, wie Wetter und Magnetfeld der Erde mit den Einflüssen des Alls interagieren. Mit den so gewonnenen Daten wollen Forscher unter anderem Kommunikationssignale verbessern.

Die europäische Trägerrakete Ariane 5 gilt als äußerst zuverlässig, sie hatte zuvor 82 erfolgreiche Missionen in Serie absolviert und zuletzt im September 2017 zwei Kommunikationssatelliten ausgesetzt. Bereits im August 2014 hatte ein Arianespace-Start zwei Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo in einer falschen Umlaufbahn ausgesetzt, die mit einer Sojus-Rakete aus russischer Fertigung ins All gebracht wurden. Diese Satelliten konnten später in ihre Ziel-Umlaufbahn gebracht werden. (Mit Material der dpa) / (olb)

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